Auseinandersetzung zwischen zwei 57 und 64 Jahren alten Frauen

Streit eskaliert in der City-Passage

Korbach - Einen lautstarken Streit zwischen zwei 57 und 64 Jahre alten Frauen in der City-Passage hatte in dieser Woche das Korbacher Amtsgericht juristisch aufzuarbeiten.

Der Angeklagten wurde vorgeworfen, die sieben Jahre ältere, ihr bekannte Kontrahentin im Verlauf der handgreiflichen Auseinandersetzung angesprungen und zu Boden gestoßen zu haben.

Dabei sei die 64-Jährige mit dem Kopf aufgeschlagen und habe sich eine Gehirnerschütterung zugezogen, begründete der Staatsanwalt den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung. Was genau in der City-Passage am 13. Oktober 2013 gegen 18.15 Uhr passierte, sollte mit Hilfe von vier Zeugen und einer Übersetzerin herausgefunden werden. Die Gerichtsdolmetscherin übertrug die Aussagen der Angeklagten wie des mutmaßlichen Opfers vom Türkischen ins Deutsche.

Die Frage, wer wen zuerst beleidigt hat, wer als erstes handgreiflich wurde und letztlich für eine Eskalation des Streits sorgte, ließ sich allerdings in der fast vierstündigen Verhandlung nicht eindeutig beantworten. Zeugenaussagen belasteten in dieser Hinsicht auch die 64-Jährige. Sie habe der Angeklagten, die in der Passage ihrer Arbeit als Reinigungskraft nachging, regelmäßig mit weiteren Familienmitgliedern regelrecht aufgelauert.

Nach drei sehr unterschiedlichen Plädoyers (Staatsanwalt, Nebenklagevertreter und Verteidiger) entschied Richter Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling am Ende auf Freispruch, weil sich die Schuldfrage nicht zweifelsfrei habe klären lassen.(tk)

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