Heimgeleuchtet

Stühlerücken

Korbach - Sie waren schon putzig, die Herren und Damen aus der Politik, die es sich am Dienstag (und nicht am Mittwoch, lieber Herr Berichterstatter) in der Grundschule in Rhena gemütlich machten, um ein wenig Pulverdampf um die Ohren geschossen zu bekommen.

Statt gepolsterter Sessel, die zum Einschlafen geradezu einladen, ging es auf die harte (und niedrige) Realität aus Schulstuhlholz. Während sich die Sozis leger auf dem Stuhl, der sonst für Erstklässler gedacht ist, rekelten, saßen Freidemokraten und Freie Wähler eher stocksteif auf ihnen zugewiesenen Plätzchen im Klassenraum – der dank merkwürdiger Gedankenspielchen auf Kreisebene schneller leer stehen könnte, als ich mit meinem schwerfälligen Eisenkörper zum Südring sprinten kann. Die Vertreterin der Grünen hatte, so schien es, einen Standortvorteil der besonderen Art: So lang lag der Schulbesuch bei ihr noch nicht zurück.Immer für einen Auftritt auf dem politischen Parkett gut ist ja bekanntlich unser Bürgermeister, der nach der freundlichen Doppelbegrüßung „Grüß Sie, hallo!“ ebenfalls auf einem Stühlchen Platz nahm. „Sicher ist sicher“ stellte ein Rhenaer einen zweiten Stuhl daneben – als Backup sozusagen.

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