Biathlon-Nordcup in Willingen: Starke Vorstellung des Lokalmatadoren im Sprint-Cross

Sven Lohschmidt auf Platz fünf

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Die einen arbeiten schon konzentriert an der Waffe, die anderen sind noch auf dem Weg zu ihrem Schießstand. Gut 130 Nachwuchsbiathleten haben in Willingen ihre Kräfte gemessen.

Willingen - Versöhnlicher Abschluss. Sven Lohschmidt vom SC Willingen hat beim abschließenden Cross-Sprint des Biathlon-Nordcups den fünften Platz bei der Jugend 16 belegt.

„Ich bin zufrieden“, kommentierte der Upländer seinen Erfolg, als er erschöpft ins Ziel kam. Da war er noch Dritter, aber später wurden ihm nachträglich von der Jury noch 30 Strafsekunden aufgebrummt, weil er die Waffe am Schießstand nicht ordnungsgemäß aufgeschultert hatte.

„Ich hatte schon damit gerechnet, dass er vorne reinlaufen kann“, sagte seine Trainerin Susen Fischer. Wichtig war das Abschneiden am Schießstand. „Und da hatte er endlich seine Nerven zusammen.“ Im Liegendschießen benötigte Sven Lohschmidt nur zwei der drei Nachlader-Patronen, im Stehendanschlag blieb nach acht Schüssen eine Scheibe schwarz, ehe er die Waffe wieder in den Ständer hängen musste. Inklusive der Strafsekunden und einer Strafrunde wurden für ihn 30:16 Minuten notiert. Den Sieg holte sich der Schwarzwälder Florian Waldvogel in 29:32/0. Tom Gombert wurde in 31:42/0 guter Neunter, Jan Kolditz, der dritte Starter des SC Willingen, kam in 38:00/2 auf den 28. Rang.

In der Pokalwertung des langen Wochenendes, die im Winter in den Deutschlandpokal einfließt, liegt Lohschmidt auf Rang zehn im 30er-Feld, punktgleich mit den beiden Plätzen vor ihm. Gombert ist 13.

Lennard Willems wurde bei der Jugend 17 als 17. notiert, vier Strafrunden ließen ihn erst nach 32:58 ins Ziel kommen. Den Tagessieg holte sich Justus Strehlow (SG Stahl Schmiedeberg) in 28:23/0.

Die Bewegungsabläufe an der Waffe und die Treffsicherheit waren beim Leistungsschießen am Samstag überprüft worden. Dabei wurden fünf Meter hinter dem Stand Markierungshütchen aufgestellt. Von dort starteten die Sportler zum Stand, um fünf Schuss im Liegen abzugeben. Waffe aufnehmen, um die Hütchen laufen und das Ganze noch einmal, insgesamt viermal, bis die Zeit gestoppt wurde. Anschließend wurden alle Magazine aufgefüllt und vier Durchgänge im Stehendanschlag abgegeben. Die Summe beider Zeiten ergab das Gesamtresultat, wobei jeder Fehlschuss mit 25 Sekunden bestraft wurde.

Bei der männlichen Jugend 16 holte sich Hans Knorr (SSV Altenberg) den Sieg. Tom Gombert, Sven Lohschmidt und Jan Kolditz landeten auf den Plätzen 15, 22 und 25. Bei der Jugend 17 leistete sich Alexander Eccarius (WSV Oberhof) mit acht Fehlern die wenigsten „Fahrkarten“. Lennard Willems verfehlte 14-mal das Ziel und wurde dank der zweitschnellsten Schießzeit noch 15.

Ihren einzigen Einsatz aus gesundheitlichen Gründen hatte die Willingerin Janine Becker bei der Jugend II. Mit insgesamt elf Fehlern wurde sie auf ihrer Heimanlage 13.

Der DSV-Wettkampfbeauftragte Eberhard Rösch zog ein positives Fazit der vier Tage auf der EWF-Biathlonanlage, „auch wenn wir hier wieder typisches Nordcup-Wetter hatten“. Insgesamt sieht er den deutschen Biathlon-Nachwuchs auf einem guten Weg. „Die Anzahl der Starter passt, eine gute Basis, um die nötige Qualität zu entwickeln“, erklärte der technische Leiter des Bundesstützpunkts in Altenberg.

(von Manfred Niemeier)

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