Sachsenberg: Kirchen gestalten gemeinsam ein außergewöhnliches Pflaster am Hofstadtplatz

Symbol für eine aktiv gelebte Ökumene

Lichtenfels-Sachsenberg. - Drei Kirchen gibt es in Sachsenberg – das ist außergewöhnlich für eine kleine Stadt. Alle sind mit Leben gefüllt und pflegen gute Nachbarschaft. Ausdruck finden soll das frohe Miteinander in einem gemeinsam erdachten ökumenischen Pflaster

Vor 750 Jahren erlangte Sachsenberg die Stadtrechte – ein ganzes Jahr lang feiern die Sachsenberger das Ereignis: Lesungen, Ausstellungen, Konzerte und Ehemaligentreffen finden statt, Feuerwerke werden entflammt und große Jubiläumsmärkte organisiert. Auch die drei Kirchengemeinden, die in dem „Städtchen mit Herz“ für ihre Gemeinden da sind, nehmen mit verschiedenen Aktionen an den Feierlichkeiten teil. Ein außergewöhnlicher Beitrag ist ein ökumenisches Denkmal, das sie am Hofstadtplatz in Form eines Pflaster-Mosaiks erstellen: Das ökumenische Pflaster soll als Symbol für die aktive und gelebte Ökumene stehen, „als Zeichen für das Verbindende trotz aller Unterschiedlichkeiten“, erklärte Pfarrer Friedemann Graß von der evangelischen Kirche. Er stellte das Projekt der Bevölkerung am Samstagnachmittag zusammen mit Pfarrer Raoul van Lieshout von der katholischen Kirche und Pfarrer Stefan Paternoster von der Selbständigen Lutherischen Kirche vor: Das Mosaik wird einen Durchmesser von rund 4,30 Metern haben, aus Basalt, Granit und Marmor gestaltet. Als Symbol für die Ökumene wählten die Pfarrer die Taube aus; sie wird aus weißem Marmor eingearbeitet. Auf Schriftzügen werden jeweils die drei Kirchengemeinden in dem Pflaster, das Walter Heinemann gezeichnet hat, genannt. Ein heimischer Gartenbaubetrieb wird für die professionelle Ausführung sorgen. Zum ökumenischen Pfingstgottesdienst im Mai soll das Pflaster fertig sein. Seinen Dank richtete Graß unter anderem an die Stadt Lichtenfels, die den Bau des Denkmals unterstützte. Finanziert wird das außergewöhnliche Werk durch Spenden.

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