Pläne für Supermarktbau

Tafel sucht neues Zuhause

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An der Wildunger Landstraße versorgt „Die Korbacher Tafel“ viele bedürftige Familien mit Lebensmitteln. Nun sucht die Initiative eine neue Unterkunft, weil für das große Wohnviertel ein Supermarkt gebaut werden soll.Foto: Demski

Korbach - Die Pläne für den Bau eines Supermarktes an der Wildunger Landstraße werden konkreter. Das bedeutet für das Team der Korbacher Tafel, dass es dringend eine neue Bleibe finden muss – bisher ohne Erfolg.

Viele Räume hat Oliver Breysach mit seinen Vorstandskollegen bereits unter die Lupe genommen. „Aber es hat einfach nie gepasst“, sagt der Vorsitzende der Korbacher Tafel. Dabei besteht Handlungsbedarf: An der Wildunger Landstraße soll ein Supermarkt gebaut werden. „Niemand setzt uns unter Druck und wir haben auch das deutliche Signal bekommen, dass wir Priorität haben“, sagt Breysach, „aber wir wollen dem Projekt ja auch nicht im Wege stehen“.

Lösung bis zum Sommer?

Also hat sich das Team auf die Suche nach einer neuen Unterkunft gemacht. „Bis zum Sommer wollen wir eine Lösung gefunden haben“, sagt der Vorsitzende. Allerdings seien die Bedingungen, zu denen der Verein im Moment die Räume an der Wildunger Landstraße miete so gut, dass es schwer sei, etwas Vergleichbares zu finden. Vor allem an der Größe und der Lage der Räume seien Alternativen aber bisher gescheitert.

Also überlegte das Team, ob es auch machbar sei, eine Immobilie zu kaufen. „Die dürfte allerdings nicht teurer sein als 200000 Euro“, sagt Breysach, „sonst schaffen wir das finanziell nicht“. Eine Lösung ist bisher nicht in Sicht. „Für Unterstützung und Ideen sind wir dankbar“, sagt Breysach. Die Kosten eines Umzugs hat der Vorstand bisher nicht kalkuliert. „Wir hoffen da auf ehrenamtlichen Einsatz“, sagt der Vorsitzende. Schließlich wünsche sich das Team, dass jeder gespendete Euro auch bei den bedürftigen Menschen ankomme. Groß sei das Spendenaufkommen vor allem vor Weihnachten gewesen. Dafür sei das Team der Tafel sehr dankbar. In den nächsten Wochen stehen bei Breysach im Kalender nun Gesprächstermine mit Bürgermeister und Marktplanern. „Wir arbeiten wirklich händeringend an einer Lösung“, sagt Breysach.

Von Theresa Demski

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