Lengefelder feiern Erntefest mit Geselligkeit und Gottesdienst

Tanz unterm Erntekranz

Korbach-Lengefeld - Treffender hätte die Ortswahl für das erste Lengefelder Erntefest kaum ausfallen können: Zwei Tage lang feierten die Lengefelder und ihre Gäste zwischen geerntetem Korn und Strohballen in der Scheune von Familie Bitter-Schwalenstöcker

Am Eingang sitzen die Alten Herren. Die drei Männer gestandenen Alters haben an diesem Abend die Kasse im Blick und machen ihre Arbeit gewissenhaft. Freundliche Begrüßung, offene Hand und für ein paar Euro übergeben sie den Besuchern das Ticket zum Erntetanz. 157-mal erledigen sie diese Aktion am Samstagabend. Und sie vergessen nicht, darauf hinzuweisen, dass der kleine Geldbeitrag für einen guten Zweck sei. Denn der Erlös des ersten Lengefelder Erntefestes soll komplett der Kirchengemeinde zukommen. Die ist nach wie vor eigenständig, aber klein, weist deswegen seit einigen Jahren ein Defizit auf und braucht Geld. Und deswegen gilt die Kirchengemeinde an diesem Wochenende auch als Gastgeber in der Scheune von Familie Bitter-Schwalenstöcker. Doch schon die Alten Herren am Eingang beweisen: Hier ziehen alle an einem Strang. Die Jugendlichen des Ortes fragen ein Stück weiter nach Getränkewünschen, und die aufwendige Herbstdeko rund um die Festscheune macht deutlich: Hier haben viele emsige Hände zugepackt – mit viel Liebe zum Detail. Das Festwochenende in Lengefeld beginnt mit einem Tanzabend. „Wir freuen uns, dass für dieses Fest alle mit angepackt haben“, erzählt Gastgeber Axel Bitter-Schwalenstöcker, dessen Ehefrau Karin an diesem Abend auch noch ihren Geburtstag feiert. Auch Bürgermeister Klaus Friedrich und Heinrich Friedewald vom Kirchenvorstand sind beim offiziellen Startschuss am Samstagabend dabei. Die Lelbacher Musiker spielen, Reinhold Hellwig legt später Musik auf, und die Trachtengruppe klappert gut aufgelegt mit den Sohlen auf dem Tanzboden.Pünktlich zum Erntedankfest am Sonntag zeigt sich der Herbst dann von seiner goldensten Seite: Der Posaunenchor aus Korbach und der Musikverein aus Sachsenhausen geben sich die Klinke in die Hand, unter einem strahlenden Herbsthimmel genießen die Besucher Kuchen und Gegrilltes. Und bereits am Morgen findet sich in der Festscheune kein freier Platz mehr, als Pfarrer Oliver Okun und Marcus Jahn beim Gottesdienst an viel Grund zur Dankbarkeit erinnern. Und dann danken sie auch selbst – für den großen Einsatz zugunsten der Kirchengemeinde, für die vielen engagierten Helfer und zwei rundherum schöne Festtage.

Von Theresa Demski

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