Heimgeleuchtet

Tarnen und sich täuschen

- Schneeballschlachten, Schlittschuhlaufen auf zugefrorenen Seen, eiszapfenverhangene Bäume: Früher war der Winter etwas Herrliches, Friedliches. Heute ist er unser Feind.

Die Heizung auf Anschlag gedreht, das Nasenspray griffbereit, den Wecker auf halb fünf gestellt, um morgens im Stockdunkeln das Schneegebirge zu entfernen, das der städtische Schneeschieber am Gehwegrand hinterlassen hat. Winter? Braucht kein Mensch. Ein Loblied auf den milden Januar! Dumm gelaufen nur für das Hermelin, das schon seinen weißen Winterpelz übergezogen hat in Erwartung einer üppigen Schneepracht. Tarnen und sich täuschen, sozusagen. Seine potenzielle Beute lacht sich hämisch in die Kralle, wenn sie das Wiesel im Schlafrock durchs Unterholz huschen sieht. Nur dem blinden Maulwurf kann‘s egal sein, er bemerkt das Hermelin sowieso erst, wenn es schon zu spät ist – egal in welcher Fellfarbe. Apropos: Wenn es nach der Zahl der Maulwurfshügel geht, steht uns ein langer Winter noch bevor. Wenn der Maulwurf wirft im Januar, so dauert der Winter bis Mai sogar, heißt eine alte Bauernregel.Zieht Euch warm an!

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