Willingen

Tausende auf den Pisten und in der Kasse

- Willingen (bk). Was für ein Wintertag! Knackig kalte Temperaturen, dabei aber blauer Himmel und Sonnenschein. Tausende auf den Pisten, Tausende in den Kassen. „So muss das sein“, strahlt ein Liftbetreiber.

„Wenn wir keine technische Beschneiung hätten, wäre der Skibetrieb erst am letzten Freitag angelaufen“, meint Tourismus-Manager Ernst Kesper. Doch dank der millionenschweren Investitionen in den letzten Jahren und aufgrund der Tatsache, dass es im Dezember schon mal richtig frostig war und somit der Kunstschnee produziert werden konnte, drehen sich die Lifte nun bereits seit zweieinhalb Wochen. Der unternehmerische Mut der Upländer wird erneut mit einer bisher ganz hervorragend verlaufenden Wintersaison belohnt. Die Kälte und die weiße Pracht kamen genau zum richtigen Zeitpunkt. „Willingen war über Weihnachten und Silvester bis zum 2./3. Januar voll ausgelastet“, betont Kesper. Selbst die etwas wärmeren Tage zwischendurch haben dem dicken Schneepolster kaum geschadet. Die Nachfrage ist auch in dieser Woche noch groß. „Es sind viele kurzentschlossene Gäste aus Nordrhein-Westfalen angereist“, berichtet der Tourismus-Manager, verweist allerdings darauf, dass nun im Nachbarland die Ferien zu Ende gehen. „Die Wetterlage verspricht aber auch weiterhin eine Spitzensaison.“ Er geht davon aus, dass das erweiterte Flutlichtangebot zu zusätzlichem Wachstum im Wintersportsektor beiträgt. Sehr beliebt, insbesondere bei Kindern, sind auch die drei längsten Förderbänder Europas für Anfänger und Schlittenfahrer. „Der neue Fun-Park wird ebenfalls gut angenommen.“ An den Upländer Pisten sind in dieser Saison 75 Schneeerzeuger im Einsatz. Am Dienstag waren in Willingen und Usseln insgesamt 17 Lifte im Betrieb – in Willingen alle bis auf den Köhlerhagen, in Usseln drei. Die meisten Hänge werden künstlich beschneit; die Liftbetreiber melden dort eine 70 Zentimeter dicke Schneedecke, während an den Pisten, an denen Frau Holle tätig ist, nur etwa 15 Zentimeter Schnee liegen. Von den guten Wintersportverhältnissen profitieren nicht nur die Liftbetreiber, die Skischulen und die Skiverleih-Unternehmen, sondern selbstverständlich auch die Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe. „Ich sehe nur strahlende Gesichter“, betont der Vorsitzende des Hotel- und Gaststätten-Kreisverbands Korbach/Willingen, Günther Kesper. Er ist überzeugt: „So viele Gäste wie diesmal sind Weihnachten noch nie in Willingen gewesen. Und alle waren gut drauf.“

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe vom Mittwoch, 6. Januar 2010.

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