Rhenaer Jugendfeuerwehr feiert 40-jähriges Bestehen

13 Teams beim „Spiel ohne Grenzen“

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Die Sieger des „Spiels ohne Grenzen“: das zweite Team der Goldhäuser Feuerwehr mit Dominik Mütze, Nicole Westmeier, Tobias Westmeier, Elisa Hühner und Arno Zenker.

Korbach-Rhena - Außergewöhnlichen Aufgaben hatten sich die 13 Teams beim „Spiel ohne Grenzen“ zu stellen.

Saugkörbe, Stützkrümmer, Verbindungsstücke, Verteiler, Strahlrohre - diese Begriffe kennen Feuerwehrleute aus ihrem Alltag, denn diese Armaturen verwenden sie beim Aufbau der Wasserversorgung und beim Löschen. Die Teile lassen sich aber auch anderes nutzen: Daraus lässt sich auch ein „Männchen“ zusammenbauen.

Genau das war eine von fünf Aufgaben, der sich 13 Teams am Donnerstag an der Goddelsberghalle zu stellen hatten: Zum 40-jährigen Bestehen ihrer Jugendfeuerwehr wollten die Rhenaer Brandschützer nicht die üblichen Wettbewerbe ausrichten, sie hatten sich pfiffige Aufgaben für die Mannschaften aus Erwachsenen und Kindern ausgedacht. Teilnehmer wie Zuschauer hatten ihren Spaß.

Geschicklichkeit gefragt

Da mussten jeweils zwei Teilnehmer mit einem Tragegestell zwei Wassereimer durch einen Hindernisparcour manövrieren. Sie hatten den Durchmesser von acht unterschiedlich großen Baumscheiben zu schätzen - die Nieder-Enser Wehr lag mit 436 Zentimetern genau richtig. Dann waren auf 20 rechts- und linksdrehende Gewinde die passenden Muttern zu setzen. Und beim „Handtuchspiel“ mussten die Teams einen Handball mit Würfen aus dem Tuch über einen Parcour in einen Eimer befördern. Der Rhenaer Musikverein hat das „Männchen“ übrigens in nur 98 Sekunden zusammengebaut.

Die Musiker und ihre Jugendgruppe unterhielten die Gäste auch den ganzen Tag über mit einigen Stücken. Auch für Essen und Getränke war gesorgt.

Der Vorsitzende Dieter Wege blickte bei der Siegerehrung am Nachmittag auf die vorigen 40 Jahre zurück. Die Gründung der Jugendwehr „sollte die Feuerwehr nach vorn bringen - und das ist uns auch gelungen“. Darauf sei er stolz. Er würdigte zudem alle, die in der Abteilung mitgearbeitet haben.

Die Rhenaer hätten allen Grund zum Feiern, stellte der Kreisbeigeordnete Hubert Thor-wirth fest. Die Jugendwehr sei eine Institution, die jungen Mitglieder seien motiviert und stellten sich dem „allgemeinen Egoismus entgegen“. Durch ihr „Engagement für die Allgemeinheit“ in ihrer Freizeit seien die derzeit 15 Jungen und ein Mädchen ein „echtes Vorbild für ihre Altersgenossen“. Bei den Leistungswettbewerben müssten alle „Hand in Hand“ zusammenarbeiten, „Jugendfeuerwehr ist Teamwork, jeder steht für jeden ein“, sagte Thorwirth. Die gemeinsame Ausbildung „schweißt zusammen“, das sei auch fürs spätere Leben eine „wertvolle Erfahrung“. Außerdem entstünden Freundschaften, was er begrüßte: „Im Einsatz ist es gut, wenn man sich kennt.“

Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Manfred Hankel, wünschte den Rhenaern weiter Erfolg bei ihrer Jugendarbeit. Die Jugendwehr habe sich zu einer Nachwuchsorganisation entwickelt, „auf die wir nicht verzichten können“. Er lobte die „engagierten Jugendwarte“, die die Jugend an den Brandschutz heranführten. Die Ausbildung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute sei aufwendig, deshalb sei es gut, wenn Aktive schon eine in der Jugendfeuerwehr absolviert hätten.

Den kreisweit derzeit 1500 Jugendlichen werde viel geboten, wichtig seien zum Beispiel die Kreiszeltlager. Sie dienten auch dazu, die Kameradschaft zu fördern, sie sei wichtig, betonte er.

Der Korbacher Stadtrat Heinz Graf überreichte an Wege ein Geschenk. Auch der erst am Morgen aus dem Urlaub zurückgekehrte Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt und der stellvertretende Stadtjugendwart Stefan Casper gratulierten den Rhenaer Kameraden.

In diesem Rahmen wurden noch langjährige Feuerwehrleute aus Rhena geehrt, unter ihnen der Vorsitzende Wege und der Wehrführer und Ortsvorsteher Friedrich Bunte. Beide waren 1974 der Jugendwehr beigetreten, und beide waren Jugendwarte - der Bericht über die Ehrungen folgt am Montag.

Den 13 Teams überreichte Bunte Sachpreise, die zum Teil gesponsert waren. Die Sieger der Goldhäuser Feuerwehr bekamen einen Gutschein von einer Fleischerei. In gemütlicher Runde klang das Fest aus.

Von Dr. Karl Schilling

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