Jahreshauptversammlung des Ski-Clubs Willingen

Thomas Behle im Präsidenten-Trio

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Vorsitzender Wilhelm Saure (l.) und Sportwart Volkmar Hirsch (2. v. r.) ehren erfolgreiche Nachwuchssportler – nicht zuletzt Skisprung-Talent Paul Winter (r.).

Willingen - Der Ski-Club Willingen blickt auf ein - abgesehen vom milden Winter - gutes Jahr zurück. Im Mittelpunkt seiner Hauptversammlung stand die Ehrung langjähriger Mitglieder, junger Sportler und besonders verdienter Persönlichkeiten.

Gleich drei neue Ehrenmitglieder kürte der Ski-Club Willingen am Mittwoch auf seiner Jahreshauptversammlung - alle drei seien in ihren Bereichen mehr als erfolgreich, begründete Vorsitzender Jürgen Hensel die Ernennung der den Verein prägenden Männer. Die erste der Urkunden ging an den langjährigen Vorsitzenden, Sportwart und Trainer Walter Frosch, der sie zur Überraschung und Freude der 93 Anwesenden persönlich entgegennahm - bei den vergangenen Versammlungen war er aus gesundheitlichen Gründen verhindert. Auch Friedrich Kramer, Gründer der Biathlonabteilung des Vereins, und der langjährige Fis-Kampfrichter und Weitenmesser-Obmann Ernst Marpe erhielten diese besondere Auszeichnung. Frosch erhielt zudem eine goldene Ehrennadel des Hessischen Skiverbands.

Wahlen ohne Gegenstimmen

Aus dem SC-Vorstand schied Frosch bei der Versammlung aus. Bei von Einstimmigkeit geprägten Wahlen bestimmten die Mitglieder den bisherigen Schriftführer Thomas Behle zum neuen Amtskollegen der Präsidenten Jürgen Hensel und Wilhelm Saure. Seinen alten Posten übernimmt der bisherige Pressesprecher Dieter Schütz. Auch Sportwart Volkmar Hirsch und Schatzmeister Helmut Fistler genießen weiterhin das Vertrauen des Ski-Clubs. Ohne Gegenkandidaten verliefen auch die Wahlen zum 16-köpfigen Vereinsausschuss; wesentlichste Neuerung ist der Aufstieg von Friederike Göbel zur Pressesprecherin, ihren Stellvertreterposten übernimmt Jan Pohlmann.

Erfolge in allen Sparten

Der Ski-Club ehrte auch seine besten Sportler. Die längste Liste an Erfolgen hatte Nachwuchsskispringer Paul Winter vorzuweisen, unter anderem mit dem Sieg in der Gesamtwertung des Deutschlandpokals, dem ersten Platz bei der deutschen Juniorenmeisterschaft in Ruhpolding und dem nur knapp verpassten Team-Bronze bei der Jugend-WM in Italien. Vom Hessischen Skiverband erhielt er für seine sportlichen Leistungen den Schneekristall in Gold. Das Nachwuchstalent zieht in Kürze der Trainingsbedingungen wegen nach Oberstdorf. Geehrt wurden auch die Springer Johannes Ulbricht, Mia Ebert, Hermann Saure, Nils van Doorn, Corvin Kühnel Stephan Leyhe und Anna Häfele, die nach Anschluss an die Trainingsgruppe von Heinz Koch fast noch als einzige SCW-Sportlerin die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele geschafft hätte.

Sportwart Volkmar Hirsch zeichnete zudem die Langläuferinnen Lisa von der Heide und Jessica Keudel aus. Von der Abteilung Biathlon standen Sophie Leipold, Luca Enners, Lennard Willems, Sven Lohschmidt, Tom Gombert und Jan Lohschmidt im Rampenlicht, auch die Leistungen von Nadine Horchler und Carolin Hennecke wurden gewürdigt - Letztere hat ihre aktive Laufbahn beendet.

„Der Winter an der Orenbergschanze fand mehr oder weniger auf der Matte statt“, erklärte Volkmar Hirsch - auch Biathlon und Langlauf seien von der „nicht vorhandenen“ kalten Jahreszeit stark beeinträchtigt gewesen. Trotz vieler personeller Wechsel hätten die Springer ihr Niveau halten können. Für die Langläufer könnten gute Resultate Motivation sein, im nächsten Winter noch bessere Ergebnisse zu erzielen, und auch über die Leistung der Biathleten wusste der Sportwart nur gutes zu berichten.

Mit den sportlichen Leistungen zufrieden war auch die Fußballabteilung. Dadurch, dass die erste Mannschaft das Thema Abstieg frühzeitig zu den Akten gelegt und lange unter den besten fünf gespielt habe, hätte sie „fast vergessene Gefühlswelten genossen“, so Jochen Schmitt, Schriftführer der Abteilung. Die zweite Mannschaft habe mit einem guten Schlussspurt den Aufstieg nur knapp verpasst: „Aber wenn sie konstant bleiben, ist die Kreisoberliga ein realistisches Ziel“, so Schmitt. Auch die „Alten Herren“ erhielten Respekt für mehrere Turniersiege. Indes gebe es zu wenig Nachwuchs und Zuschauer.

Schneepoker und Feuerprobe beim Weltcup

Der warme Winter habe das Weltcup-Springen nicht davon abhalten können, eines der schönsten überhaupt zu werden, freute sich Präsident Jürgen Hensel. Die „riesigen Schneeprobleme“ löste der Ski-Club durch Importe aus vier Bundesländern - eine in hohem Tempo durchgeführte Aktion, nachdem lange „gepokert“ worden sei. Zum gelungenen Weltcup trugen auch der neue Kampfrichterturm und die fest installierte Flutlichtanlage bei: Beide Neubauten hätten die Feuerprobe bestanden und nur Lob geerntet, so Hensel.

Ein Höhepunkt der nächsten Monate ist das Forum Nordicum, bei dem sich im Oktober zum dritten Mal nordische Skisportjournalisten in Willingen treffen. Das Glanzlicht sei der Tripleweltcup vom 30. Januar bis 1. Februar 2015 mit zwei Einzel- und einem Mannschaftsspringen. (wf)

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