Mehr Gäste am Diemelsee: Plus bei Ankünften und Übernachtungen

Touristen bringen Millionen-Umsatz

Diemelsee - Gäste aus dem In- und Ausland bringen Geld in die Kassen in der Region: 2012 hat der Tourismus 
13 Millionen Euro an den Diemelsee gespült.

„Tourismus bringt Geld von außen“, bekräftigte Maike Breuker, Leiterin der Tourist-Information, am Freitag in der Gemeindevertretersitzung. Allein die Übernachtungsgäste sorgten laut Breuker für einen Nettoumsatz von 9,2 Millionen Euro in den heimischen Betrieben. Ausgegeben wird das Geld vor allem in der Gastronomie, in der Hotellerie und im Einzelhandel. Die Tagesgäste ließen weitere 3,8 Millionen Euro am Diemelsee. Die Tourist-Information vermeldet außerdem ein Plus an Gästen: Bis August stieg die Zahl der Ankünfte gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent auf 15 870. Die Zahl der Übernachtungen stieg im gleichen Zeitraum um 1,9 Prozent auf 52 992. Durchschnittlich bleiben die Gäste 3,3 Tage – der Bundesdurchschnitt liegt hier bei 2,8 Tagen. Mit neuen Angeboten sollen Touristen auf den Diemelsee neugierig gemacht werden, wie Breuker erläuterte. So sollen ab 2014 Gäste ihre Unterkünfte online über die Internetseite www.diemelsee.de buchen können. Wanderrouten im Naturpark werden außerdem in das gängige Portal www.outdooractive.de eingepflegt. In Vorbereitung ist ein Open-Air-Kino im Kloster Flechtdorf. Mehr Gäste soll auch eine mögliche Kooperation mit der Region Edersee, Bad Arolsen, Willingen und einer großen Sport-Fachmarkt-Kette bringen. Eine größere Attraktivität erhofft sich die Gemeinde auch durch den Umbau des Haus des Gastes. Im Gespräch ist darüber hinaus eine Neugestaltung des Ufers bei Heringhausen. Unter anderem steht eine Verschönerung der Promenade zwischen Strandbad und „Göbels Seehotel“ zur Debatte. Vorbild sei der Sorpesee, so Breuker: Dort habe eine Umgestaltung des Uferbereiches spürbar mehr Tagesgäste gebracht, sagte die Tourismus-Frau.Die Gemeinde hofft indes darauf, dass der Naturpark Diemelsee auch in der nächsten Förderperiode Mittel aus dem Leader-Programm der Europäischen Union abschöpfen kann. Die klamme kommunale Kasse schränkt nämlich die Handlungsfähigkeit der Gemeinde ein: Maike Breuker sieht etwa beim Wohnmobilstellplatz am Campingplatz „Hohes Rad“ Verbesserungspotenzial. „Momentan fehlen uns aber die finanziellen Ressourcen, um dort etwas Richtiges zu machen. Wir wären froh und dankbar, wenn wir einen Investor hätten“, erklärte Bürgermeister Volker Becker.

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