Beihilfen für Willinger Spielplatz, Schweinsbühler Loipenspurgerät und Infrastruktur am Diemelsee

Touristisches Angebot weiter verbessern

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Ortstermin auf dem Ettelsberg: Vorne stehen (v.l.n.r.) der Diemelseer Bürgermeister Volker Becker, Karl-Wilhelm Römer, Stefan Henning und Armin Batschko (alle Skigilde Schweinsbühl), Bernd Wecker („Bioline“), der Upländer Bürgermeister Thomas Trachte, Seilbahn-Geschäftsführer Jörg Wilke und Claus Noebel („Bioline“). Auf dem Spielgerät befinden sich Walter Rinklin (Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung) und der Geschäftsführer des Zweckverbands Naturpark Diemelsee, Dieter Pollack.

Willingen - Drei Bewilligungsbescheide auf einen Schlag: Zum Ende der EU-Förderperiode 2007 bis 2013 werden im Rahmen des Leader-Programms noch einmal mehrere Projekte im Bereich des Naturparks Diemelsee bezuschusst.

Walter Rinklin (Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung des Landkreises Wal­deck-Frankenberg) kam gestern nach Willingen, um die Bewilligungsbescheide zu übergeben. Das größte Projekt ist die Ergänzung und Erweiterung des Spielplatzes auf dem Ettelsberg, der im kommenden Jahr in Richtung Beschneiungsteich vergrößert werden soll. „Wir möchten damit die Marktchancen im Familientourismus verbessern“, so Bürgermeister Thomas Trachte.

Die Investitionssumme beläuft sich auf 91 500 Euro. Die gemeindliche Maßnahme wird zu 100 Prozent refinanziert durch den Zuschuss in Höhe von 49 965 Euro (dabei handelt es sich um EU-Mittel in Höhe von 38 434 Euro und um Landesmittel in Höhe von 11 531 Euro) und die Kooperation mit der Seilbahngesellschaft, die die Anlage pachtet.

Die Gemeinde Diemelsee schafft ein Loipenspurgerät an, das in Schweinsbühl zum Einsatz kommt. Die dortige Skigilde betreut die beiden Loipen, die acht und 3,5 Kilometer lang sind. Zu der Gesamtinvestition in Höhe von 15 000 Euro erhält die Gemeinde eine Beihilfe in Höhe von 8827 Euro (6305 Euro aus EU- und 2522 Euro aus Landesmitteln).

Das dritte Projekt schließlich betrifft das Strandbad Helminghausen. Hier sollen auf Diemelseer Gemarkung einige Verbesserungen vorgenommen werden (Bänke, Tische, Fahrradständer), von denen nicht nur die Strandbadbesucher profitieren, sondern auch die Nutzer des Diemelradwegs. Für die Verbesserung der Aufenthaltsqualität und die Steigerung der Attraktivität gibt der Zweckverband Naturpark Diemelsee 5500 Euro aus. Die EU beteiligt sich mit 2750, das Land Hessen mit 550 Euro.

Der Willinger Bürgermeister Thomas Trachte und sein Diemelseer Kollege Volker Becker, der zugleich Vorsitzender der Leader-Kommission ist, würdigten beim gestrigen Ortstermin die gute Zusammenarbeit mit dem Fachdienst für Dorf- und Regionalentwicklung und dem Lichtenfelser Planungsbüro „Bioline“, das für das Regionalmanagement zuständig ist. So wurden die Anträge auf Bezuschussung der drei Vorhaben erst in diesem Monat gestellt, nachdem feststand, dass die Fördermittel von anderen Leader-Regionen nicht mehr in Anspruch genommen werden.

In der Förderperiode 2007 bis 2013 wurden in der Leader-Region Naturpark Diemelsee im Rahmen des Leader-Programms rund fünf Millionen Euro investiert. Es flossen Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 1,5 Millionen Euro. Schwerpunkte lagen in den Bereichen Tourismus und Existenzgründung. Es wurden 27 Arbeitsplätze geschaffen. Bürgermeister Thomas Trachte hofft, dass es eventuell gelingt, im Rahmen des jetzt auslaufenden Programms für noch zwei weitere Vorhaben Fördermittel zu erhalten (Verbesserungen im Willinger Besucherbergwerk und im Bereich der Diemelquelle).

Aufgrund geänderter Vorschriften durch das Land Hessen bewirbt sich die Leader-Region Naturpark Diemelsee gemeinsam mit den nordwaldeckischen Kommunen um eine erneute Anerkennung als Lea­der-Region.(bk)

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