Reichhaltiges Frühstück in der Korbacher „KostBar“ im Rahmen der „Fairen Woche“

Transparenz gegen Kinderarbeit

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Beim „fairen Frühstück“ genossen Gaby Harbecke, Susanne Koswig, Lea Koswig, Doris Kattke und Helga Becker von der „KostBar“ und Dr. Peter Koswig (v. r.) den gemütlichen Start in den Tag. Foto: Tobias Schreiber

Korbach - Mit frischen Brötchen und saftigem Kuchen konnten Besucher am Samstag in der „KostBar“ in den Tag starten. Dabei kamen nur fair gehandelte Produkte auf die Frühstücksteller. Die deutschlandweite „Faire Woche“ wirft in diesem Jahr ein Schlaglicht auf Kinderarbeit.

Der Korbacher Weltladen beteiligt sich in Zusammenarbeit mit dem Agenda-Arbeitskreis „Fairer Handel“ an der „Fairen Woche“, die in diesem Jahr unter dem Motto „Fairer Handel schafft Transparenz“ steht. Im Korbacher Weltladen wird daher über das Problem der ausbeuterischen Kinderarbeit und dessen Zusammenhänge informiert.

Kaufverhalten überdenken

Um Konsumenten für das Problem zu sensibilisieren und das eigene Einkaufsverhalten zu überdenken, haben Arbeitskreis und Weltladen ein Flugblatt herausgebracht und eine eigene Aktion gestartet: Auf einer farbigen Weltkarte sind die Länder ohne und solche mit Kinderarbeit eingefärbt. Für zwei Wochen soll versucht werden, auf Produkte aus Kinderarbeit zu verzichten.

„Der Kauf von Produkten aus nördlichen Ländern ist eine Garantie, Kinderarbeit zu vermeiden. Im Süden sieht das leider ganz anders aus“, erklärt Franz Harbecke. Siegel, die einen fairen Handel garantieren, sollen helfen, Produkte richtig einzuschätzen. Wer an der Aktion teilnimmt, kann am Ende der zwei Wochen in einer Verlosung einen Präsentkorb, Schokoladengeschenke und einen Fußball gewinnen.

Am sichersten sei noch immer ein Kauf in Weltläden, sagt Harbecke. Dort werde von Schokolade über Reis bis hin zu Zucker ein breites Angebot an fairen Produkten angeboten. In Zusammenarbeit mit der „KostBar“ wurde den Gästen am vergangenen Samstag ein reichhaltiges Frühstück aus fairen und biologisch angebauten Produkten serviert. So konnten die Besucher mit frischen Brötchen, Dinkelpfannkuchen, Schoko-Mango-Kuchen und vielem mehr gemütlich in den Tag starten.

Ganze Rechnung sehen

Neben der Aktion zum Einkauf von Produkten ohne Kinderarbeit ist auch die Initiative „Ich möchte die ganze Rechnung sehen!“ gestartet. Dabei soll mit einer Aktionskarte bei Produzenten von Hartwaren und Textilien ein Zeichen für existenzsichernde Löhne gesetzt werden. „Mit diesen Postkarten wollen wir die Hersteller bitten, die Bezahlung der Näherinnen und Näher etwas transparenter zu gestalten und offenzulegen, wie viel vom Preis des erworbenen Produkts bei den eigentlichen Produzenten hängenbleibt“, beschreibt Gaby Har­becke die Hintergründe.

Am kommenden Samstag, 26. September, laden die Veranstalter zum Abschluss der diesjährigen Aktion alle Interessierten um 10 Uhr in das Bürgerhaus ein, um ein Resümee der „Fairen Woche“ zu ziehen. Auch die Gewinner der „Zwei-Wochen-ohne-Kinderarbeit“-Aktion werden während der Veranstaltung ausgelost.

Bereits zum 14. Mal finden derzeit in ganz Deutschland über einen Zeitraum von zwei Wochen viele Aktionen statt, um für mehr Transparenz zu werben und auf Kinderarbeit, geringe Löhne, schlechte Lebensbedingungen und die Ausbeutung von Mensch und Natur aufmerksam zu machen.

Von Tobias Schreiber

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