Korbach

Trickfilm beschert Piraten großen Schatz

+

- Korbach (nv). Urzeit, Mittelalter, Gegenwart, Zukunft: Mit ihrer im Film festgehaltenen Zeitreise durch Korbach eroberte die Piratengruppe des Kindergartens „Schatzinsel“ den hessischen Medienkompetenz-Preis 2010.

„Es war einmal . . . ein Procynosuchus“: Angelehnt an die Grimmschen Märchen beginnt die Geschichte „Korbach – von der Urzeit bis zur Technik“, die der zehnminütige Film der Piratengruppen erzählt. „Die Trickfilmsequenzen mit unserem Märchenbuch haben der Jury besonders gefallen“, berichtet Erzieherin Mirjam Gerstengarbe mit Blick auf den Bildschirm. Dort dackelt der Procynosuchus, der Korbacher Urzeit-Dackel, über die Buchseiten und hinterlässt einen Fußabdruck nach dem anderen. „Wir haben viele Fotos gemacht und diese aneinandergestellt“, erklären die Kinder im Film, wie die Bilder laufen lernten.

„Bei der Vergabe des Medienkompetenz-Preises geht es nicht in erster Linie um den Inhalt des Projekts, sondern um den Umgang der Kinder mit den Medien“, betont Ute Ehringhausen, Leiterin des Korbacher Sozial- und Kulturamts. „Der bewusste, verantwortungsvolle Umgang mit den Medien wird geschult, wobei auch die Eltern mitgenommen werden“, ergänzt Bürgermeister Klaus Friedrich. In den 14 Korbacher Kindergärten solle Mädchen und Jungen spielerisch und mit viel Freude Wissen vermittelt werden.

Wie gut die Piraten mit Kamera, Mikrofon und Aufnahmegerät umgehen können, beweisen sie zum Beispiel bei Interviews mit Fachleuten im heimischen Museum, an der „Korbacher Spalte“ und bei einer mittelalterlichen Stadtführung. Dabei erzählen sie den Zuschauern keineswegs Märchen, sondern informieren über Korbachs Vergangenheit. „Für die Neuzeit steht unser Computerkurs, den alle Schulkinder absolvieren“, erläutert Sabine Schmidt. Sie leitet die Piratengruppe gemeinsam mit Mirjam Gerstengarbe. „Die Kinder sollen lernen, dass der Computer ein Arbeitsmedium ist.“ So scannen die Mädchen und Jungen beispielsweise selbst gemalte Bilder ein, damit diese ihre Zeitreise untermalen. Für die noch ungewisse Zukunft der Kreisstadt steht zum Beispiel eine Mondlandschaft – verbunden mit der Frage: „Treffen wir den Korbacher Dackel künftig im Weltraum wieder?“

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Donnerstag, 28. April

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare