„Iss dich türkisch“: Korbacher Ditib-Jugend serviert Leckereien in der Fußgängerzone

Türkei kulinarisch entdecken

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Türkisch für Anfänger: Mitglieder der Ditib-Jugend in Korbach bieten in der Fußgängerzone Spezialitäten aus der türkischen Küche zum Kennenlernen an. Foto: Lutz Benseler

Korbach - Mehr als Döner: Die Küche der Türkei hat eine große Vielfalt zu bieten. Jugendliche der Türkischen Gemeinde haben die Korbacher am Samstag eingeladen, das Land kulinarisch zu entdecken.

Die Tafel ist reich gedeckt: Mit Hackfleisch und Reis gefüllte Weinblätter oder Bulgur-Salat aus Weizengrieß, mit Tomatenmark gewürzt, und viele andere Leckereien verleiten die Passanten in der Korbacher Fußgängerzone zu einem kleinen kulinarischen Zwischenstopp. Auf der weißen Tischdecke steht Schüssel an Schüssel. Nebenan brodelt türkischer Mokka und Tee siedet.

Gruppe neu gegründet

„Wir wollen den Leuten unsere Kultur näherbringen und zeigen, dass die türkische Küche jenseits von Döner und Lahmacun noch mehr zu bieten hat“, sagt Ayse Çolak. Sie ist Vorsitzende der Jugend der türkisch-muslimischen Organisation Ditib in Korbach. „Iss dich türkisch“, heißt das Projekt. Für die erst vor Kurzem gegründete Jugendgruppe mit aktuell schon 50 Mitgliedern ist es die erste größere öffentliche Veranstaltung.

Alles, was die Jugendlichen servieren, steht auch in ihren Familien regelmäßig auf dem Tisch: „Wir haben mit Unterstützung unserer Mütter alles selbst zubereitet“, sagt Zehra Çolak, die Korbach gemeinsam mit Merve Gökhan im hessischen Landesverband der Ditib-Jugend vertritt. Geduldig erklären die Mitglieder der Gruppe, wie die Speisen zubereitet werden. Etwa Mehlhelva. Die Zutaten für die Süßspeise sind einfach, die Zubereitung aufwendig: Mehl und Öl werden 40 Minuten gerührt, dann erst Wasser und Zucker hinzugegeben.

Ein Tourist aus Norddeutschland probiert Nohutlu Pilav, Reis mit Kichererbsen. „Viele türkische Gerichte sind vegetarisch“, erklärt Zehra Çolak. Und sie haben eine lange Tradition: „Die Osmanen haben den Reis nach Europa gebracht“, sagt die junge Korbacherin. Passend dazu tragen die Jungs der Gruppe einen Fez aus rotem Filz, die typische osmanische Kopfbedeckung.

Süßes Gebäck begehrt

Besonders beim süßen Gebäck greifen die Korbacher gerne zu. Hoch im Kurs steht etwa Hashas Börek, eine mit einer Mohnpaste gefüllte Blätterteigschnecke. In kleinen Schälchen gibt es außerdem Milchreis. Ein kräftiger Mokka rundet das Mahl schließlich ab. Alternativ gibt es Ayran, ein Erfrischungsgetränk auf Joghurt-Basis, oder Uludag, eine Limonade aus der Dose - zugegeben nicht die ganz traditionelle türkische Küche.

Die Jugendlichen haben indes noch viel vor: „Wir planen noch weitere Projekte in den Bereichen Sport, Kultur, Bildung und Soziales“, sagt Zehra Çolak. So steht etwa ein Besuch in einem Altenheim an.

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