Region Diemelsee-Nordwaldeck, Hochsauerland und Warburg wollen kooperieren:

Über Ländergrenzen hinweg zusammenarbeiten

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Auf dem Diemelsee mehr Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg beschlossen: (v. l.) Jürgen van der Horst (Bad Arolsen), Michael Kronauge (Hallenberg), Rüdiger Strenge (Brilon), Hartmut Linnekugel (Volkmarsen), Thomas Grosche (Medebach), Stefan Dittmann (Twiste), Volker Becker (Diemelsee), Dr. Marc Müllenhoff (Korbach), Heinrich Nolte (Leader-Region Hochsauerland), Gudrun Limpberg (Korbach), Elmar Schröder (Diemelstadt) und Rüdiger Nentwig (Marsberg).

Korbach/Diemelsee/Marsberg - Fahrpläne, Radwege, Wirtschaftsentwicklung - an den Landesgrenzen endet das alles häufig. Die Kommunen der Region Diemelsee-Nordwaldeck und des Hochsauerlandkreises sowie die Stadt Warburg wollen das ändern.

Während in Europa die Grenzen zwischen den Staaten fallen, bleiben sie zwischen den deutschen Bundesländern bestehen. Die Kommunen, die an der Landesgrenze zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen liegen, können ein Lied davon singen. „Bus-Fahrpläne enden häufig an der Grenze - unsere Gäste kommen mit dem öffentlichen Nahverkehr nicht weiter - das darf nicht sein. Wir reden über Lea­der und europäische Projekte und die Länder kriegen es nicht hin, über Landesgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten“, gab Volker Becker am Mittwochmorgen ein Beispiel für Umstände, die er geändert sehen möchte.

Auf das Ausflugsschiff St. Muffert hatte der Bürgermeister der Gemeinde Diemelsee seine Amtskollegen der Leader-Regionen Diemelsee-Nordwaldeck und Hochsauerlandkreis (siehe Hintergrund) sowie der Stadt Warburg eingeladen, um den Startschuss für „eine Veränderung von unten nach oben“ zu geben, wie es Bürgermeister Jürgen van der Horst (Bad Arolsen) formulierte: 14 Bürgermeister unterschrieben dazu gestern bei einer grenzübergreifenden Fahrt über den Diemelsee eine „Absichtserklärung zur Kooperation zwischen der Region Diemelsee-Nordwaldeck, der Region Hochsauerland und der Stadt Warburg“.

„Die Kommunen weisen viele Gemeinsamkeiten und ähnliche Strukturen auf, ob im Tourismus, in der Wirtschaftsentwicklung oder der Mobilität - und das über die Landesgrenze hinweg“, betonte Becker. Auf dieser Basis wollen die Kommunen eine regionale Entwicklung anvisieren, die auch über Länder-, Kreis- und Gemeindegrenzen hinweg reicht. Projekte sollen miteinander abgestimmt, enger verzahnt, effektiver umgesetzt werden. „Ich bin sicher, dass wir damit den richtigen Weg einschlagen und alle davon profitieren“, unterstrich Becker.

Dabei haben die Bürgermeister auch die neue Leader-Förderphase 2014 bis 2020 im Blick: „Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sollten wir als Pfund in der Bewerbung einbringen“, sagte Jürgen van der Horst und der Medebacher Bürgermeister Thomas Grosche betonte: „Wenn wir den Zuschlag erhalten, wären wir finanziell leichter in der Lage, verschiedene Projekte auch direkt umzusetzen.“ (md)

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