Wirmighausen

„Überflieger" zu Hause gelandet

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- Diemelsee-Wirmighausen (mn). Jan-Martin Speer ist ein Überflieger. Die Erdung hat er nicht verloren. Beim Empfang am Freitag in der proppevollen Wirmetalhalle war der Junioren-Weltmeister und WM-Vierte der Senioren zurück an seinen Wurzeln.

Jan-Martin Speer schüttelte immer wieder ungläubig den Kopf. Während aus den Boxen das Bobfahrerlied dröhnte, fahnenschwenkende Kinder ein buntes Empfangsspalier bildeten und Hunderte sich klatschend erhoben hatten, verriet sein Mienenspiel eine Mischung zwischen Rührung und fröhlichem Überwältigsein.

„Die sind alle wegen dir da“, sagte Regina Lückel, die Vorsitzende des TSV Wirmighausen. Und Jan Speer brauchte einen Moment, um sich zu fassen. „Überwältigend, einfach überwältigend. Mir fehlen die Worte“, sagte er, und man glaubte es ihm sofort. Fast genau fünf Tage nach seiner letzten WM-Fahrt im Eiskanal am Königssee, deren Fernsehbilder noch einmal in die Halle flimmerten, bereiteten sein Heimatverein TSV Wirmighausen und die LG Diemelsee dem Anschieber aus dem Bob von Maximilian Arndt einen herzlichen und fröhlichen Empfang.

Zwar wurde viel geredet, natürlich, aber zwischendurch lockerte eine Polonäse auf, erhielten die Kinder ihre Autogramme und hinterher stießen alle mit Sekt auf den „Diemelseer des Jahres“ an. Viele hätten Geschichten von ihm zu erzählen, Regina Lückel tat es. Sie erinnerte sich, wie der damals Vier-, Fünfjähriger bei einem 50-m-Lauf so gar nichts von Ehrgeiz und Zielstrebigkeit erkennen ließ. „Geweint hat er“, erzählte die Vorsitzende lächelnd. Heute sei Jan ein „Sportler mit Leib und Seele“. Ihn zeichneten Mut, Ehrgeiz, Ausdauer, Disziplin, Anstrengungsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein aus.

Regina Lückel wies auf Speers Engagement als Trainer und Übungsleiter in der LG hin. „Du bis ein Super-Vorbild für unsere LG-Kinder und unsere Turnkinder“, sagte sie.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 5. März.

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