Dorfitter

Umgehung in Dorfitter verschoben

+

- Dorfitter (resa). Seit mehr als 50 Jahren warten viele Dorfitteraner auf die Ortsumgehung, 2013 sollte Baubeginn sein. Weil der Bund aber noch kein Geld freigegeben hat, sei dieses Datum unrealistisch geworden, teilt das hessische Verkehrsministerium mit.

Neun Schritte gilt es von der Planung bis zur Freigabe einer Umgehungsstraße zu bewältigen – sechs hat Dorfitter bereits geschafft. Jetzt erhalten die Pläne für eine Dorfumgehung aber erneut einen Dämpfer: Der Baubeginn, der zuletzt auf 2013 datiert worden war, soll erneut verschoben werden.

„Weil der Bund noch keine Baufreigabe erteilt und den Bauplan noch nicht als Teil des Bundeshaushalts aufgenommen hat, ist ein Baubeginn 2013 wenig realistisch“, teilt das hessische Verkehrsministerium mit. 125 Millionen Euro stellt der Bund im nächsten Jahr für Projekte in Hessen zur Verfügung. Ab 2013 sinke der Mittelansatz auf 50 Millionen Euro pro Jahr. „Ohne eine Anhebung werden sich die finanziellen Spielräume für den Beginn von Neubauprojekten sehr einengen“, erklärt Ulrike Franz-Stöcker vom Verkehrsministerium.

Das bedeutet im Klartext: Für Dorfitter steht fürs Erste kein Geld zur Verfügung – obwohl der hessische Verkehrsminister Dieter Posch im Juni 2009 den Feststellungsbeschluss für die Umgehungsstraße in Dorfitter unterschrieben hatte. Das Projekt war damals mit rund 15,5 Millionen Euro kalkuliert worden. Es war von einem möglichen Baubeginn 2010 die Rede. Drei Anwohner reichten Klagen gegen den Feststellungsbeschluss ein – der Verlauf der Trasse beeinträchtige ihr Wohnen oder Arbeiten, argumentierten sie. Kläger und Gemeinde wurden sich im Gespräch einig und so standen die Ampeln im vergangenen Frühling auf Grün. „Wir sind fest davon ausgegangen, dass endlich gebaut wird“, erklärte Vöhls Bürgermeister Harald Plünnecke gestern auf WLZ-FZ-Nachfrage.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 17. September.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare