Brilon

Umweltminister Uhlenberg informiert sich nach Unglück bei Firma Egger

- Brilon. Nordrhein-Westfalens Umweltminister Eckhard Uhlenberg hat sich bei der Firma Egger in Brilon informiert. Dort waren Freitag bei einem Unfall drei Mitarbeiter getötet worden.

Sichtlich mitgenommen stand die Gruppe rund um NRW-Umweltminister Uhlenberg am Samstag vor dem Gebäude, in dem am Freitag ein Kessel explodiert war und so drei Menschen in den Tod gerissen hatte. Schweigen statt großer Politikerworte.

Er wolle sich über die Explosion bei der Firma Egger in Brilon selbst vor Ort informieren, sagte Uhlenberg, als er in Brilon ankam. Das Mitgefühl der gesamten Landesregierung sei den Menschen in der Region und vor allem den Angehörigen der drei Verstorbenen sicher. „Ein trauriges Ereignis“, betonte der Minister immer wieder.

In Begleitung verschiedener politischer Vertreter aus der Region sowie einiger Feuerwehrleute, die noch am Tag zuvor vollen Einsatz gezeigt hatten, wurde er zu der Anlage geführt, in der sich das Unglück ereignet hatte.

„Beim Blick in das Areal wird die Wucht der Explosion erst richtig deutlich“, stellte der Briloner Bundestagsabgeordnete Patrick Sensburg fest. Die Verwüstung sei einfach unglaublich. „Es müssen gewaltige Kräfte gewirkt haben.“ Die Tür des Gebäudes sei durch die enorme Druckwelle herausgerissen worden.

Ein Schlucken konnte Bürgermeister Franz Schrewe nicht verbergen. In Gedanken sei er die ganze Zeit bei den Angehörigen der Opfer. „Das sind alles Leute aus unserer Stadt, aus unseren Vereinen.“ Und dem Landrat des Hochsauerlandkreises, Karl Schneider, lag eines besonders am Herzen: „Ich möchte mich bei den Einsatzkräften bedanken, die schnell zur Stelle waren und hervorragende Arbeit geleistet haben.“ Das unterstrich auch der technische Geschäftsführer des Betriebes, Rüdiger Börnke. „Wir empfinden tiefe Trauer und sind geschockt über den Verlust von drei Kollegen und Freunden.“

Zur Unglücksursache könne man noch keine Angaben machen, betonte Mattias Keuthen, Unternehmenssprecher der Firma Egger. „Es liegen noch keine neuen Erkenntnisse vor.“ Die Staatsanwaltschaft ermittele weiter. Das Amt für Arbeitsschutz sei eingeschaltet. (keig/aj/wi)

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