Ärger über „Asphaltfetzen - Stadt investiert viel Geld in Sanierung

Unsere Leser sind sich einig: Hier befinden sich Korbachs schlimmste Schlaglöcher

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Straßensch äden: Dieses Foto zeigt die Landesstraße zwischen Korbach und Lengefeld, die an einigen Stellen einer Buckelpiste gleicht. 

Der frostige Winter hinterlässt Spuren. Aufgeplatzter Asphalt und Schlaglöcher machen die Fahrt in Korbach derzeit zu einem ruckeligen „Erlebnis“. Über unseren WLZ-Facebook-Kanal haben wir Leser dazu aufgerufen, uns die schlimmsten Schlaglochpisten im Stadtgebiet zu melden.

Korbach – Die schlimmsten Schlaglöcher – da sind sich viele Korbacher einig – befinden sich in der Kreisstadt auf dem Südring. Dieser sei in einem „erbärmlichen Zustand“ schreibt etwa Wolf Wenzel, der sich als einer von rund 40 Lesern auf unseren Aufruf gemeldet hat. Über den WLZ-Facebook-Kanal hatten wir vor knapp einer Woche Leser darum gebeten, uns Straßen zu nennen, die aus ihrer Sicht die gröbsten Schäden aufwiesen.

Beim Blick auf die Antworten fällt auf: Mehrmals wird der Südring genannt. An zweiter Stelle folgt die als Landesstraße geltende „Strother Straße“ und den dritten Platz belegt die Landesstraße zwischen Lengefeld und Korbach. Außerdem werden je einmal genannt: Briloner Landstraße, Westwall, Heerstraße, Jakob-Wittgenstein-Straße, Eidinghäuser Weg, Marienburger Straße und Pyritzer Straße sowie die Landesstraßen Medebacher Landstraße und die Verbindung zwischen Eppe und Hillershausen.

Leserin „Kat Ja“ schreibt bei Facebook zudem: „Der Jakobspfad besteht nur noch aus Asphaltfetzen, da kann ich schon nicht mehr von Schlaglöchern sprechen.“

Auf die von unseren Lesern angesprochenen Straßenschäden sagte Stadtsprecher Ralf Buchloh, dass in diesem Jahr umfangreiche Ausbesserungs- und Sanierungsarbeiten auf Korbacher Straßen stattfinden werden. Konkret seien 600 000 Euro für die Straßenunterhaltung und 230 000 Euro für den Straßenbau vorgesehen.

Die genannten Arbeiten, die mit Ende der Frostperiode ab März/April beginnen sollen, gehen laut Buchloh über die normalen Arbeiten im Sinne der Verkehrssicherungspflicht hinaus. Die Prioritäten – also welche Straßen als erstes instandgesetzt werden – seien aber noch nicht final festgelegt worden. „Darüber entscheiden die Stadtverordneten in einer ihrer nächsten Sitzungen“, sagt Buchloh.

Was die kommenden Jahre angehe, sei auf den städtischen Straßen ebenfalls viel geplant. „Für die grundhafte Erneuerung des Südrings sind für das Jahr 2021 rund 600 000 Euro und für das Jahr drauf 700 000 Euro im Korbacher Haushalt eingestellt worden.

Nicht alle Straßen werden saniert 

Auf die Frage, ob neben den städtischen Straßen demnächst auch die Landesstraßen in Korbach saniert werden, sagte Hessen-Mobil-Sprecher Horst Sinemus gegenüber unserer Zeitung: „Der Hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung hat im Juni 2015 die Sanierungsoffensive 2016 bis 2022 gestartet. Die Landesregierung will bis 2022 mehr als 420 Millionen Euro in 581 Einzelbaumaßnahmen investieren.“ 

Zusätzlich zum Straßenzustand sei dafür eine Prioritätensetzung nach weiteren fachlichen, objektiven und transparenten Kriterien unverzichtbar. Als weitere Kriterien würden Verkehrssicherheit, Verkehrsbedeutung, Verkehrsqualität, Umfeldauswirkung sowie Wirtschaftlichkeit herangezogen. 

Die Landesstraße zwischen Korbach und Lengefeld befinde sich zwar im schlechten Zustand. „Weil aber nicht alle sehr schlechten Strecken gleichzeitig saniert werden können, wurde die Maßnahme überprüft. Da zudem ein schlechter Straßenzustand alleine nicht automatisch zu einer hohen Dringlichkeit führt, kann die Landesstraße zwischen Korbach und Lengefeld innerhalb der Sanierungsoffensive bis 2022 nicht berücksichtigt werden.“ 

Dies gelte auch für die Landesstraße zwischen Eppe und Hillershausen, die Landesstraße 3073 in der Ortsdurchfahrt Korbach (Westring) sowie die Landesstraße 3083 (Briloner Landstraße im Abschnitt zwischen Westring und Nordwall sowie im Bereich der Strother Straße). „Ausdrücklich möchten wir aber darauf hinweisen, dass – unabhängig des Sanierungszeitpunktes der Landesstraßen – deren verkehrssicherer Zustand im Rahmen des regulären Straßenbetriebsdienstes durch Hessen Mobil sichergestellt wird“, betont Sinemus.

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