14 Bewohner des Seniorenwohn- und Pflegezentrums von Infektion betroffen

Verdacht: Noro-Virus in Willingen

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Der Noro-Virus hat sich vermutlich im Willinger Seniorenwohn- und Pflegezentrum auf einige Bewohner gestürzt.

Willingen - Verdacht auf eine Infektion mit Noro-Viren im „Haus am Kurpark“: 14 Bewohner des Willinger Seniorenwohn- und Pflegezentrums weisen entsprechende Symptome auf.

Wie der Leiter der Einrichtung, Josef Liese, auf Anfrage der Waldeckischen Landeszeitung bestätigte, litten bereits am Freitag einige Bewohner an starkem Erbrechen und heftigem Durchfall. Bis gestern Mittag waren 14 Personen betroffen.

Es wurden Stuhlproben entnommen. „Die Untersuchungsergebnisse liegen zwar noch nicht vor, aber alle Anzeichen deuten darauf hin, dass es sich um eine Norovirus-Infektion handelt“, so Josef Liese. „Das Kreisgesundheitsamt wurde informiert und steht uns mit Rat und Tat zur Seite. Zwei Mitarbeiter waren bei uns im Haus. Uns wurde bestätigt, dass wir sehr professionell mit der Situation umgehen.“ Zum professionellen Umgang gehört beispielsweise ein verstärkter Einsatz von Desinfektionsmitteln. Zusätzliche Spender wurden aufgestellt.Verwandte, Freunde und Bekannte, die die erkrankten Bewohner in diesen Tagen besuchen wollen, erhalten vom Pflegepersonal entsprechende Hinweise zur Beachtung der Hygienevorschriften. Die Senioren nehmen ihr Essen zurzeit in den Zimmern und nicht mehr in den Gemeinschaftsräumen ein, um eine weitere Ausbreitung des hochansteckenden Virus zu verhindern. Die Ärzte sind informiert. Besonders wichtig ist es, die Flüssigkeitsverluste auszugleichen. Vorsichtshalber wurden alle Veranstaltungen im Haus abgesagt. Josef Liese hofft, dass die Norovirus-Infektion zur Mitte der Woche abklingt.

Noro-Viren sehen aus wie ein Kugelhaufen; die schematische Abbildung (l.) aus dem Archiv des Deutschen Krebsforschungszentrums wirkt fast wie ein Frühlingsstrauß. Sie führten in den letzten Jahren verstärkt zu massenhaften Erkrankungen, beispielsweise auf Kreuzfahrtschiffen, in Krankenhäusern, Schulen, Kindergärten und Altenheimen. Das Virus gilt als sehr robust. Es übersteht Temperaturen bis zu 60 Grad. Schon kleinste Virenmengen können eine Ansteckung verursachen.

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