Jürgen Bloch und Peter Bielig geben Fachoberschülern des kaufmännischen Bereichs Tipps für ihre Zuku

„Verfolgt eure Ziele und bleibt geduldig“

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Experten in Unternehmensfragen (v.l.): Jürgen Bloch, Peter Bielig und Frank Strohschneider vor den Schülern der zwölften Klassen der Fachoberschule des kaufmännischen Bereichs.

Korbach. - Welche Fähigkeiten muss jemand mitbringen, um es an die Spitze eines Unternehmens zu schaffen? Was macht ein gutes Arbeitsklima aus? - Auf diese Fragen suchten Schüler der Fachoberschule mit Experten aus der Wirtschaft Antworten.

„Das Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht.“ Peter Bielig, Bereichsleiter Netzwirtschaft der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) bringt es auf den Punkt. Gemeinsam mit Jürgen Bloch, Prokurist beim Lebensmittelgroßhandel Schwalenstöcker und Gantz, ist er vor die Schüler der kaufmännischen Klassen der Fachoberschule getreten, um ihnen Rede und Antwort zu Fragen rund um die Unternehmen und das Arbeiten in den Führungsetagen zu stehen.

Wirtschafts- und Politiklehrer Frank Strohschneider hatte mit den zwei Klassen der Jahrgangsstufe zwölf einen Fragenkatalog erarbeitet. Auf den Großteil der Fragen gingen Bielig und Bloch vor den etwa 60 Schülerinnen und Schülern ein.

Lebenslanges Lernen

Beide Männer sind Quereinsteiger und bringen viel Erfahrung mit. So absolvierte Peter Bielig zunächst die Realschule und machte dann an der Fachoberschule sein Abitur, von den Grundvoraussetzungen also wie die meisten Zwölftklässler, die vor ihm saßen. Dann studierte er in Münster Versorgungstechnik. „Auch mit dem Fachabitur ist ein Studium auf alle Fälle zu machen“, spricht er den Schülern Mut zu. Von dem Wissen, was er sich damals aneignete, braucht er heute aber fast nichts mehr. „Lebenslanges Lernen“ sei ein herausragendes Stichwort, auch für Jürgen Bloch. Nach einer kaufmännischen Ausbildung stieg er zum Leiter der Personalabteilung bei Continental auf. Vor zwei Jahren wechselte er dann den Arbeitsplatz und ist nun in der Führungsspitze von Schwalenstöcker und Gantz tätig. „Als Chef müsst ihr das Beste aus den bestehenden Gesetzen herausholen, für die Firma und für die Mitarbeiter. Dazu gehört, sich immer weiterzubilden“, erklärt er. Nachhaltigkeit im personellen, unternehmerischen und ökologischen Bereich sei auch ein großes Schlagwort, finden die beiden Männer.

Grundtugenden zählen

„Wir lassen unseren Mitarbeitern viele Freiräume, erwarten dafür aber auch Leistung von ihnen“, erklärt Bielig. So müssten sich alle, egal ob Geschäftsführung oder Mitarbeiter, den schnellen Veränderungen anpassen und am Puls der Zeit bleiben. „Es gibt bei uns immer weniger Indianer, dafür aber mehr Häuptlinge, die eigenverantwortlich handeln.“ Nach Schule und Ausbildung dürfe der Wissensdurst und das Engagement keinesfalls verebben.

„Die Grundtugenden - Pünktlichkeit, Fleiß und ein guter Umgangston - zählen“, rät Bloch den Schülern. Nur so könnten sie überzeugen. „Die offene und stetige Kommunikation machen ein Unternehmen erfolgreich“, gibt Bielig ihnen mit auf den Weg. Und niemals verzweifeln, das raten die beiden erfahrenen Männer den Schülern. „Ihr habt noch alles vor euch - verfolgt eure Ziele und bleibt geduldig“, empfehlen sie. (nic)

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