Veräußerung der früheren Kurklinik noch nicht abgeschlossen · Unternehmen räumt Möbel aus

Verkauf des Sonnenhofs deutet sich an

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Für die ehemalige Kurklinik „Sonnenhof“ in Rhenegge scheint es einen Käufer zu geben. In der vergangenen Woche begannen Mitarbeiter eines Unternehmens Möbel auszuräumen (l.). Auch die Schutzbleche vor den eingeschlagenen Fenstern wurden abgenommen. Das Hessische Immobilienmanagement teilte mit, dass der Verkauf allerdings noch nicht abgeschlossen sei. Fotos: Treude

Diemelsee-Rhenegge - Einst war es ein Idyll für Kurgäste, seit 1999 zieht der leer stehende „Sonnenhof“ nur noch Vandalen an. Nun scheint ein Verkauf der ehemaligen Klinik möglich.

Eingeschlagene Fenster, zerstörte Türen, abgefallene Dachziegel: In der früheren Kurklinik „Sonnenhof“ in Rhenegge herrscht fast schon gespenstische Stille. Lange Zeit war das Gebäude lediglich Treffpunkt für Vandalen. Doch in der vergangenen Woche kam zumindest ein wenig Leben auf das Gelände. Mitarbeiter eines Unternehmens haben die verbliebenen Möbel aus dem Fenster geworfen, auch die Schutzbleche vor den Fenstern wurden entfernt. Zudem steht ein Müllcontainer vor dem Gebäude.

Verkauf nicht abgeschlossen

Ein Verkauf scheint möglich. Dieser ist allerdings noch nicht in trockenen Tüchern. Das teilt Ate Plies vom Hessischen Immobilienmanagement auf Anfrage der Waldeckischen Landeszeitung mit: „Die Miteigentümerin hat einem Verkauf zugestimmt. Der Verkauf ist zurzeit noch nicht endgültig abgeschlossen.“ Daher kann auch nichts über die zukünftige Nutzung gesagt werden. Seit dem Tod des früheren Besitzers Dr. Hans-Dieter van Damsen 2002 gehören die verfallenen Immobilien und die Freiflächen zur Hälfte seiner Witwe und zur Hälfte dem Land Hessen.

1964 hatte van Damsen die Gaststätte gekauft. Er machte daraus die Kurklinik „Sonnenhof“ mit einer Parkanlage und Ärztewohnhaus. 1989 sollte die Klinik eigentlich an einen Investor abgegeben werden, was allerdings scheiterte. In den folgenden zehn Jahren dienten die Wohnungen zunächst Übersiedlern aus der DDR und später Aussiedlern aus Osteuropa als Unterkunft. 1999 zogen die letzten Bewohner aus, seitdem steht das Gebäude leer. Zwangsversteigerungen brachten keinen Erfolg. Eindringlinge haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder unerlaubt Zutritt verschafft. Ob Dachrinnen oder Thermostate, was irgendwie nützlich erschien, wurde mitgenommen. Das Areal umfasst eine Fläche von rund 32 000 Quadratmetern, von der etwa ein Drittel bebaut ist.

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