Risiken im Straßenverkehr kennenlernen

Verkehrswacht startet Aktion für junge Fahrer am Gymnasium

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Am Gurtschlitten (l.) wird gezeigt, wie deutlich schon ein leichter Aufprall auf den Körper wirkt. Am Pkw-Überschlagsimulator erklärten die Verkehrswächter sicheres Abschnallen. Fotos: Dämmer

Korbach - Mit 1,3 Promille ein Fahrzeug lenken, kopfüber im Auto liegen, einen Aufprall bei zehn Stundenkilometern erleben - Gefahren im Straßenverkehr selbst zu erleben wurde am Mittwoch bei der Aktion „Junge Fahrer“ an der Alten Landesschule groß geschrieben.

Im Gedächtnis bleibt den meisten Menschen vor allem, was sie selbst erlebt oder ausprobiert haben - so lassen sich Auswirkungen und Zusammenhänge am Besten begreifen. Das weiß auch die Verkehrswacht Frankenberg: Wenn ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter weiterführende Schulen wie Gymnasien und Berufsschulen in Waldeck-Frankenberg besuchen, um Aktionen für junge Fahrer durchzuführen, dann haben sie immer Maschinen und Geräte im Gepäck, mit deren Hilfe Risiken im Straßenverkehr simuliert werden können.

Auch am Mittwochmorgen in der Alten Landesschule hatten sie für die Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen verschiedene Stationen aufgebaut, an denen die Fahranfänger hautnah erleben konnten, wie es sich etwa anfühlt, mit einem Promillewert von 1,5 noch Auto zu fahren. Wie lebenswichtig Gurte sind, erlebten die jungen Leute an einem Gurtschlitten, der einen Aufprall simulierte. An einem Pkw-Überschlagsimulator auf dem Schulhof erklärten die Verkehrswächter, wie die Schüler sich im Ernstfall im überschlagenen Auto absichern und abschnallen, ohne Schaden zu nehmen. Auch ein Sehtest, ein Reaktionstest und Rauschbrillen-Parcours zur Simulation der Fähigkeiten unter Alkoholeinfluss gehörten unter anderem zum Programm.

„Die Erfahrungen, die die Schüler hier machen, bleiben ihnen ihm Gedächtnis“, sagte Ferdinand Hagenbach von der Frankenberger Verkehrswacht, die die Aktion zusammen mit der Verkehrswacht Waldeck-Frankenberg und dem Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr durchführt. Neben den Aktionen, die den Schülern die Risiken im Straßenverkehr vor Augen führen, habe sich auch das begleitete Fahren ab 17 Jahren bewährt. „Die jungen Leute erfahren ein Jahr länger Fahrpraxis - damit werden tolle Erfolge erzielt“, betonte er.

Von Marianne Dämmer

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