Acht Gruppen und fünf Kapellen ziehen durch Adorf

Viehmarkt mit Festzug gekrönt

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Großes Engagement, großer Lohn: Die Dorfgemeinschaft aus Vasbeck gewann für ihre fünf Wagen den Wanderpokal. Zur ihren Themen hatte sie die Vasbecker Flotte, das „Dolle Dorf“ und das Grenzlandfest erkoren.Fotos: Demski

Diemelsee-Adorf - Der Festzug zum Adorfer Viehmarkt strotzte nur so vor Engagement, Kreativität und Geselligkeit: Zum besten Auftritt kürte die Bewertungskommission die fünf Wagen der Vasbecker.

Sie hatten über Themen gebrütet, gebastelt und geschreinert, Kostüme gesucht und Treckerfahrer engagiert: Gestern zeigten acht Gruppen beim Festzug in Adorf das Ergebnis ihres Einsatzes - sehr zur Freude des Publikums.

Zum Heimspiel hatte der Adorfer Burschenclub den Fokus auf die Streiks bei Bahn und Post gelegt. Während die Fußgänger in Warnwesten mit Protest-Plakaten durch die Straßen zogen und gut gelaunte „Postboten“ Umschläge an die Zaungäste verteilten, hatten es sich Postbeamte und Bahnschaffner auf dem Wagen gemütlich gemacht und die Beine hochgelegt.

Groß aufgefahren hatte auch die Adorfer Landjugend: Mit vier Wagen luden die jungen Adorfer zur Weltreise ein, machten Station in den Bergen, bei den Pyramiden oder auf Mallorca, hatten ein Kreuzfahrtschiff nachgebaut und kurzerhand Rollen unter den Schlitten montiert, um so im Festzug mitzufahren. Und wer am Straßenrand nicht aufpasste, bekam eine Erfrischung aus Wasserpistolen ab. Der Kettcar-Club hatte Kind und Kegel im Gepäck und erzählte vom Ausflug in die heimische Natur, während die Dorfjugend aus Benkhausen den fünften Geburtstag ihres Jugendraums feierte. Die Landjugend aus Wirmighausen fuhr im rosa Friedenspanzer vor und die Dorfjugend aus Rhenegge titelte in Erinnerung ans eigene Freischießen: „Zwei Wochen Fest. Drei Tage Markt. Beim Thema hakt’s“. Unterdessen gingen die Ortsvorsteher auf die Suche nach Nachwuchs.

Bejubelt vom Straßenrand und mit aufmerksamen Blicken der Bewertungskommission bedacht, schlängelte sich der Festzug mit fünf Musikzügen, Milch- und Rapskönigin, Vertretern aus Politik und heimischen Vereinen durch Straßen und Gassen. Am meisten Punkte sammelten am Ende die Vasbecker.

„Die ganze Dorfgemeinschaft war auf den Beinen. Alle haben an einem Strang gezogen“, urteilte die Jury. Mit fünf Wagen waren die Vasbecker angereist: Während die Dorfjugend in einer großen hölzernen Flotte nach Adorf gesegelt war, hatten es sich die Senioren mit Strohhüten bequem gemacht, die Kindergartenkinder im Ruderboot und auf einem weiteren Wagen erinnerten die Vasbecker an ihren Auftritt beim „Dollen Dorf“. Besonders beliebt am Straßenrand: ein Trio um Fritz Pistorius, das samt Schranke und Theatereinlage zum Grenzlandfest im September einlud.

Von Theresa Demski

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