Jahreshauptversammlung der Vöhler Ortsteilwehren

Viel zu tun für „Firma Feuerwehr“

Vöhl - Erhalt und Steigerung der Einsatzfähigkeit, unter diesem Stichwort stand die Versammlung der Vöhler Feuerwehren im Dorfgemeinschaftshaus von Marienhagen.

Beim Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr, in dem die Brandschützer aus der Großgemeinde verhältnismäßig oft im Brennpunkt standen, rückte auch die Bewältigung kommender Herausforderungen ins Blickfeld. Bürgermeister Matthias Stappert lobte die Feuerwehrleute dafür, dass sie mit Herzblut und Engagement im Einsatz ihren Mann und ihre Frau gestanden hätten. Er verwies dabei auch auf Investitionen der Gemeinde im Umfang von über 70 000 Euro. Allein die Umstellung auf den Digitalfunk kostete 64 000 Euro. Auch für 2015 seien Investitionen geplant, 2016 für ein neues Tragkraftspritzengerät für Vöhl sowie Spreizer, Hydraulikaggregat und Rettungsschere für Herzhausen. Mit 258 Einsatzkräften sei die Vöhler Feuerwehr zwar zahlenmäßig gut aufgestellt, allerdings gebe es hier und da nicht unbegründete Sorgen wegen der Einsatzfähigkeit. Stappert versprach allerdings, dass es in seiner Amtszeit eine erzwungene Zusammenlegung von Einsatzabteilungen nicht geben werde, sofern das Land nichts anderes vorschreibe. „Die Einsatzfahrzeuge müssen den Standorten erhalten bleiben, sonst ist die örtliche Feuerwehr ja wie ein Angelverein ohne Angeln“, brachte Manfred Hankel vom Kreisfeuerwehrverband das Dilemma auf den Punkt. Er verwies auch auf den kulturellen Wert der Feuerwehren in der Erfüllung von Sicherheitsaufgaben bei zahlreichen Veranstaltungen. „Es kann nicht jeder Feuerwehr spielen“, wies Hankel auf den hohen Ausbildungsstand und auch den Aufwand der Brandschützer hin – mit Wink auf das Führungskräfteseminar am 28. März in der Henkelhalle. Gemeindebrandinspektor Bernd Schenk versprach für diesen Termin 30 Teilnehmer, nachdem die Vöhler Einsatzkräfte im Vorjahr beim Heimspiel allzu sehr in der Minderheit gewesen seien. Bei der „Firma Feuerwehr“ schlugen im vergangenen Jahr 2800 Arbeitsstunden der 260 „Mitarbeiter“ zu Buche. 16 Brandeinsätze wurden gefahren, 61-mal wurde Hilfe geleistet, acht Brandsicherheitsdienste wurden absolviert und zu fünf Fehlalarmen ausgerückt. In einem in jeder Hinsicht fordernden Jahr hätten die Vöhler Feuerwehrleute ihren freiwilligen Dienst auf eine Art verrichtet, auf die sie stolz sein könnten. Völlig unverständlich seien Geschehnisse wie Beleidigungen oder zuletzt gar die Behinderung der Arbeit durch Diebstahl der Ausrüstung. Der letzte und größte von 16 Brandeinsätzen mit Beschimpfungen durch den Besitzer des Objekts war im Verlauf der Versammlung immer wieder ein Thema. Auch für Atemschutz-Gerätewart Björn Knoche, der an diesem Tag neun Atemschutzgeräteträger in den Einsatz schickte. 80 Feuerwehrleute waren bei dem Brand in der ZAL-Arena gefordert.Gemeindejugendfeuerwehrwartin Miriam Mehring wagte beim Rückblick auf die Teilnahme an den Wettbewerben schon einen Blick in die Zukunft: Sechs von acht Jugendfeuerwehren können keine eigene Staffel mehr stellen und bilden Wettbewerbsgemeinschaften (Schmittlotheim/Altenlotheim, Vöhl/Thalitter, Herzhausen/Dorf­itter). Mit insgesamt 68 Jugendlichen gab es ein Minus von vier gegenüber dem Vorjahr. Neben 20 Zugängen gab es 18 Abgänge und sechs Übernahmen in die Einsatzabteilungen. Ein neuer Handzettel soll Jugendliche in allen Ortsteilen für ein Engagement in der Jugendfeuerwehr motivieren. Von Armin Hennig

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