Arbeiten sind in vollem Gange: Handschrift des Architekten bleibt

Viel zu tun auf dem Dach des Korbacher Museums

Vor der Dachsanierung: Als dieses Luftbild vor etwas mehr als einem Jahr entstand, waren noch keine Handwerker zu sehen. Seit Mai 2020 werden nun jedoch die Dachflächen auf dem Erweiterungsbau des Wolfgang-Bonhage-Museums in Korbach (vorne rechts) saniert und zum Teil auch erneuert.
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Vor der Dachsanierung: Als dieses Luftbild vor etwas mehr als einem Jahr entstand, waren noch keine Handwerker zu sehen. Seit Mai 2020 werden nun jedoch die Dachflächen auf dem Erweiterungsbau des Wolfgang-Bonhage-Museums in Korbach (vorne rechts) saniert und zum Teil auch erneuert.

Korbach – Wenn der Korbacher Bauamtsleiter Stefan Bublak über die derzeit laufende Dachsanierung am Wolfgang-Bonhage-Museum in Korbach spricht, fällt immer wieder der Name „Prof. Berthold Penkhues“ – und das aus gutem Grund. Der preisgekrönte Architekt realisierte in den 1990er-Jahren den Erweiterungsbau des Museums am Kirchplatz und vereinigte auf besondere Weise historische Bausubstanz und moderne Architektur.

Doch der Zahn der Zeit nagte nun auch am Dach des Museums – konkret an der Unterkonstruktion der Dachflächen der einzelnen Gebäudeteile an der Stechbahn sowie am Eingang. Dort hatte sich in den zurückliegenden Jahren Moos festgesetzt. Außerdem kam es in infolge von Temperaturspannungen zu Rissen in den Fugen und den Verbundstoffen, welche die Muschelkalkplatten auf dem Dach zusammenhalten. Auch ein paar der Platten selbst sowie die auf dem Dach eingefassten Glasplatten wurden beschädigt.

Die großflächige Glas-Konstruktion, die den historischen und den modernen Teil des Museums verbindet, ist dagegen noch nicht sanierungsbedürftig.

Bevor die Arbeiten allerdings im Mai dieses Jahres beginnen konnten, musste Stefan Bublak zunächst den Architekten kontaktieren. „Der Urheberrechtsschutz ist ganz wichtig und darf nicht aus dem Blick geraten. Der Architekt muss den Plänen zustimmen. Prof. Penkhues war es darüber hinaus wichtig, eng in das Vorhaben eingebunden zu werden“, berichtet der Bauamtsleiter, der daran erinnert, dass die Architektur des Museums mit Preisen ausgezeichnet worden sei. Prof. Berthold Penkhues ist daher auch für die Bauleitung verantwortlich.

Bublak weist darauf hin, dass nicht alle Dachflächen komplett neu gemacht werden müssen, bei einigen reiche eine Sanierung. Im Zuge der Arbeiten wird zudem die Fassade gereinigt.

Unterm Strich stehen rund 440 000 Euro an Baukosten. Die Stadt Korbach nutzt hierfür Mittel aus dem vom Land Hessen aufgelegten Kommunalen Investitionsprogramm (KIP). Der Museumsbetrieb wird nach Auskunft des Bauamtsleiters nicht beeinträchtigt. Im Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Die Dachsanierung ist insgesamt etwas aufwendig, wie Bublak verrät. „Durch die verwinkelten Baukörper wird alles komplett vor Ort aufgemessen. Jede Platte wird danach einzeln zugeschnitten. Außerdem m��ssen Abdichtungen gemacht werden.“ Ausgeführt würden die Sanierungsarbeiten auf dem Museumsdach von einer Dachdeckerfirma und einem Steinmetz. » ARTIKEL UNTEN

Von Philipp Daum

Eingerüstet: Derzeit laufen Arbeiten am Dach des Korbacher Museums. Die Sanierung soll im Oktober abgeschlossen sein.

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