Verein im Porträt

Erfülltes Leben mit Hund

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Mensch und Tier haben viel Spaß beim Training: Andrea Mehring übt mit ihrer Hündin Vicky.  

Die Beziehung zwischen Mensch und Hund ist Erziehungssache. Ebenso die Sozialisierung mit anderen Vierbeinern. Tipps zum erfüllten Miteinander und zur tiergerechten Haltung gibt es in der „Gemeinschaft der Hundefreunde e.V.“.

Konzentrierte Übung bei der belgischen Kaserne: Unterordnung beim Hundetraining.

Gern geben Vereinsvorsitzende Andrea Mehring und ihr Team Hilfestellung bei den Übungen auf ihrem Trainingsgelände an der ehemaligen belgischen Kaserne in Korbach. Die Vereinsmitglieder mit ihren Tieren treffen sich im Winterhalbjahr (noch bis 31. März) donnerstags ab 16 Uhr zur Einzelarbeit und samstags ab 16 Uhr zur Gruppenarbeit. Die Anfänger sind samstags ab 14.45 Uhr aktiv. Und der Welpenkurs beginnt – wie in jedem Frühjahr – voraussichtlich wieder ab April/Mai 2020 – freitags ab 17 Uhr.

Die Gemeinschaft der Hundefreunde zählt zurzeit 81 Mitglieder im Alter von 25 bis 75 Jahren, zwei Drittel sind Frauen. „Neben dem Training nutzen einige unseren Platz als Freilaufgelände“, erklärt Andrea Mehring. Prüfungen, wie zum Beispiel die Begleithundeprüfung, gebe es hier allerdings nicht, da der Verein nicht dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) angeschlossen ist. Alle genießen den Austausch mit Gleichgesinnten und das gesellige Miteinander, zum Beispiel beim regelmäßig stattfindenden Sommerfest „Spiel und Spaß am Hundeplatz“, das nächstes Jahr in Verbindung mit dem 15-jährigen Vereinsbestehen gefeiert werden soll. Und mit dem Neujahrsempfang mit gemütlichem Beisammensein steht im Januar 2020 schon das nächste größere Fest an.

Entspannung auf dem Übungsplatz.

„Bei uns zählen weniger die Leistung, sondern eher der Spaß am Miteinander von Mensch und Tier – so treffen wir uns just for fun, tauschen Erfahrungen aus, pflegen Kontakte und lernen neue Leute kennen. Das ist auch für die Hunde wichtig, die bei uns mit immer neuen Umweltreizen und Alltagssituationen konfrontiert werden, so lernen sie mit Freude auch die Sozialisierung“, betont Andrea Mehring.

Aus einem Treffen von Hundefreunden ist der Verein im Frühjahr 2005 entstanden. Eigentlich wollte man zunächst nur mal zusammen spazieren gehen. Man kannte sich aus einem früheren Hundeerziehungskurs und wollte diese Freundschaften, die zwischen Mensch und Hund sowie unter den Hundehaltern entstanden waren, nicht aufgeben. Daraus entstand relativ schnell der Wunsch nach einem festen Übungsplatz.

„So nahmen wir Kontakt zu dem neuen Besitzer der ehemaligen belgischen Kaserne auf und konnten dort das Gelände für unser neues Zuhause mieten“, erinnert sich die Vereinsvorsitzende gut.

Die Gründungsversammlung des „Gemeinschaft der Hundefreunde e.V.“ fand am 23. Juli 2005 in der Alten Wiese in Lengefeld statt. Von den 18 Gründungsmitgleider sind heute noch sechs dabei.

Erfolgserlebnisse und Erfahrungsaustausch

„Die Arbeit mit Hunden macht uns einfach Spaß. Es ist schön zu sehen, wie sie Vertrauen fassen, gern Neues lernen und sich für vieles begeistern lassen“, so Mehring, die besonders an die Welpen und die Hunde aus den Tierheimen denkt, die mit ihren neuen Besitzern klarkommen müssen. Man müsse sich einfach Mühe geben, um herauszufinden, was die beste und sinnvollste Beschäftigung für den Vierbeiner ist – es gibt viele Möglichkeiten, um die Hunde auch mental auszulasten und zu motivieren. „Natürlich gebe es auch Hunde, bei denen wir hier im Verein an unsere Grenzen stoßen, schon, weil unsere personelle Kapazitäten nicht ausreichen. Doch unserer gemeinsamen Freude tut das keinen Abbruch“, sagt Mehring und erinnert sich gern an die Highlights: Die gemeinsamen Feste mit vielen Spielen, etwa der Tag der offenen Tür 2008 oder die Jubiläumsfeiern. Aber auch die Wanderungen in der Natur. „Wir haben einfach eine gute Gemeinschaft“, ergänzt Vorstandsmitglied Heike Wilke.

Jeder, der Vierbeiner hat, egal, ob Rassehund oder Mischlingist, ist im Verein willkommen. „Wichtig ist, dass man die Hausaufgaben macht. Denn die Umsetzung im täglichen Leben ist wichtig. Die Konsequenz zählt, wenn man später einen verlässlichen Partner auf vier Pfoten haben möchte“, betont Mehring. Eine weitere Voraussetzung sei die Einstellung zum Tier: Es solle am Leben seines Besitzers teilhaben dürfen. Und man solle bereit sein, ausreichend Zeit zu investieren. Zwei bis drei Stunden am Tag solle man widmen. Mit Spaziergängen in der Natur, in der Stadt oder beim Spielen, Toben oder Kuscheln. „Jeder Hund hat spezielle Bedürfnisse. Und diese sollte man schon kennen, bevor man sich einen Hund anschafft.“ /Achim Rosdorff

Info: Tel. 05631 62896, oder 0175-9494198. www.hundefreunde-korbach.de

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