Ausblick auf die „Interkulturelle Woche“ in Korbach

Vielfalt heißt das Zauberwort

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Das Projektteam lädt herzlich ein zur „Interkulturellen Woche“ mit vielfältigem Programm in Korbach: (v. l.) Mariam Koridze-Araujo, Natalja Schens, Yasin Sümer, Uwe Jansen, Georgia Balatsou, Mehmat Kaya, Angela Neuhaus-Klinkosch (verdeckt), Eva Brinke-Kriebel und Lydia Oswald.Foto: Kleine)

Korbach - Verständnis, Begegnung, friedliches Zusammenleben - das ist der Dreiklang für die Interkulturellen Wochen in ganz Deutschland. Ab 20. September bis Anfang Oktober bietet die Hansestadt vielfältige Möglichkeiten mit Gottesdiensten, Ausstellungen und einem Fest.

„Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt.“ Dies ist die Devise bei der Interkulturellen Woche 2015 in Deutschland. Aufnahme von Flüchtlingen, Integration von Zuwanderern aus dem Ausland, Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster Religionen, haben dabei in der Hansestadt Korbach lange Tradition.

Viele Menschen in Korbach und dem ganzen Landkreis Waldeck-Frankenberg engagieren sich aktuell, um Flüchtlingen nach ihrer Ankunft in Deutschland zu helfen. „Migration und Flüchtlinge“ sind deshalb auch ein wichtiges Thema bei der „Interkulturellen Woche“, die am 20. September mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Nikolaikirche beginnt.

Die evangelische Dekanin Eva Brinke-Kriebel und Pfarrer anderer christlicher Gemeinden in Korbach gestalten den Gottesdienst ab 13 Uhr, bei dem Muslime herzlich eingeladen sind. Beim anschließenden Mittagsgebet der Muslime, das die Türkisch-Islamische Gemeinde Korbach im Bürgerhaus organisiert, sind wiederum Christen zu Gast.

Um 14.45 Uhr öffnet dann der „Markt der Möglichkeiten“ im Bürgerhaus. Dort präsentieren sich verschiedene öffentliche Einrichtungen und private Initiativen aus Korbach und dem Landkreis. Zur Eröffnung spricht Bürgermeister Klaus Friedrich.

Begleitet wird der „Markt der Möglichkeiten“ durch ein buntes Kulturprogramm mit Gesang, Gitarrenspiel, orientalischen Tänzen, Trommler-Duo bis hin zur sportlichen Taekwondo-Vorstellung - und einem vielfältigen kulinarischen Büfett für Besucher. Denn bei der „Interkulturellen Woche“ in Korbach geht es stets auch um ein gemeinsames fröhliches Fest, betonen Lydia Oswald und Natalja Schens.

Gottesdienst, Gebet und „Markt der Möglichkeiten“

Die beiden engagierten Frauen leiten das kirchliche Projekt MIT (Migration-Integration-Teilhabe) in der Kreisstadt und gehören zu den Motoren der „Interkulturellen Woche“, die es seit drei Jahren in Korbach gibt.

Gleichermaßen engagieren sich Angela Neuhaus-Klinkosch (Rotes Kreuz Frankenberg), Uwe Jansen (Integrationsbeauftragter des Landkreises), Georgia Balatsou (Griechisch-Orthodoxe Gemeinde Korbach), Yasin Sümer (Vorsitzender des Türkisch-Islamischen Kulturvereins Korbach), Mariam Koridze-Araujo (Leiterin des WIR-Programms für Integration in Waldeck-Frankenberg) und Mehmet Kaya im Arbeitskreis für die „Interkulturelle Woche). Kaya begann am 20. August als neuer Imam (Seelsorger) der Türkisch-Islamischen Gemeinde in Korbach.

Zum weiteren Programm der „Interkulturellen Woche“ gehören die Wanderausstellung „25 Jahre Deutsche Einheit“ sowie die Ausstellung „Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt.“, die am 27. September (11.15 Uhr) im Museum eröffnet werden und der „Tag der Moschee“ am 3. Oktober (12 bis 17 Uhr). Zusätzlich gibt es am 30. Oktober einen besonderen Begegnungsnachmittag im Johannes-Gemeindehaus (16 bis 18 Uhr) mit Jakob Fischer vom Verein der „Landsmannschaft der Deutschen aus Russland“ samt Kulturprogramm, Kaffee und Kuchen.

Die „Interkulturelle Woche“ gibt es seit 40 Jahren in Deutschland. Ursprung war die „Woche des ausländischen Mitbürgers“. Träger der „Interkulturellen Woche sind bundesweit die katholische Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche und die Orthodoxe Bischofskonferenz.

Von Jörg Kleine

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