Andachten in Korbach, Bad Arolsen, Rhoden und Willingen

Vier Gottesdienste mit Abstandsregeln im Kirchenkreis Twiste-Eisenberg

Paula Röhling sang von der Empore in der Willinger Kirche.
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Paula Röhling sang von der Empore in der Willinger Kirche.

Auf vorsichtiges Interesse sind am Sonntag die ersten vier evangelischen Gottesdienste unter Corona-Auflagen im Kirchenkreis Twiste-Eisenberg gestoßen.

Die Besucher mussten Masken tragen, beim Betreten der Gotteshäuser die Hände desinfizieren und auf gekennzeichneten Plätzen sitzen, um die Abstandsregeln einzuhalten. Die Gemeinden durften nicht singen, es waren aber Orgelklänge und der Gesang von Solisten zu hören.

Am Pfingstwochenende gibt es im Kirchenkreis mehrere Gottesdienste, in Korbach zudem am Pfingstmontag einen ökumenischen Pilgerweg. Gottesdienste, die seit Mitte März wegen der Corona-Pandemie nicht mehr gefeiert werden durften, hat es an diesem Sonntag im Kirchenkreis Twiste-Eisenberg in vier großen Kirchen gegeben – nur dort war es möglich, die Abstandsregeln beim Betreten und Verlassen der Gotteshäuser und in den Sitzreihen einzuhalten. Mitglieder der Kirchenvorstände führten beispielsweise in der Willinger Kirche die Besucher, die sich zuvor wie anderswo hatten anmelden müssen, auf markierte Plätze. In der Uplandgemeinde lagen Blätter aus, auf denen Gebete und Lieder abgedruckt waren – singen durften die Besucher aber nicht.

Den Gottesdienst in Willingen hielt Pfarrer Christian Röhling gemeinsam mit seiner Kollegin, Pfarrerin Stephanie Stracke aus Usseln. Beide äußerten in der Begrüßung der Gemeinde ihre Freude darüber, dass „wir endlich wieder Gottesdienst feiern dürfen“, es sei jedoch schade, dass man die Besucher „nur eingeschränkt sehen kann wegen der Masken“, wie es Pfarrer Röhling formulierte. In den vergangenen Wochen habe man Gefahren erlebt, Rücksicht genommen, Herausforderungen bestanden und Verzicht geübt, blickte er auf die von Corona geprägte Zeit zurück. Wieder Gottesdienst halten zu können, fühle sich zwar vertraut, aber zugleich auch neu und fremd und anders an, betonte Pfarrerin Stracke.

Heute wie in schweren Zeiten in der Vergangenheit könne man seine Sorgen vor Gott bringen. „Das war schon so während der Spanischen Grippe, aber auch im babylonischen Exil“, verdeutlichte der Ortspfarrer, „damals gab es aber weder Home Office, noch Social Media.“ Die Menschen hätten sich damals an Gott gewandt.

Gemeinsam gesprochene Gebete waren am Sonntag zulässig, singen durfte die Gemeinde aber nicht. Dennoch war der Gottesdienst in der Willinger Kirche musikalisch ausgeschmückt. Organistin Christine Wallnau-Toepfer spielte mehrere Stücke, ein Gesangstück brachte Paula Röhling von der Empore aus zu Gehör – dafür erhielt die Tochter des Pfarrers viel Applaus.  red  

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