Matthias Stappert aus Olsberg tritt in Vöhl zur Bürgermeisterwahl an

Vier Parteien unterstützen Kandidaten

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Vöhl - CDU, FDP, Grüne und FWG haben sich in Vöhl gemeinsam auf die Suche nach einem Kandidaten für die Bürgermeisterwahl gemacht. Mit Erfolg: Gestern stellten sie Matthias Stappert aus Olsberg vor. Er will nach der Wahl am 9. Juni die Nachfolge von Harald Plünnecke antreten.

Er ist unabhängig, parteilos und kommt aus Olsberg: Matthias Stappert ist der zweite Kandidat, der sich um den Chefposten im Vöhler Rathaus bewirbt. Gestern Nachmittag gab er seine Kandidatur bekannt und die Riege seiner Unterstützer ist lang und für manch einen Vöhler wohl überraschend. CDU, Freie Wähler, die Bürgerinitiative Grüne Liste und die FDP unterstützen den 43-Jährigen gemeinsam.

„Wer Erfolg haben will, entscheidet sich am besten für einen gemeinsamen Weg“, erklärte der Vöhler CDU-Vorsitzende Fritz Schäfer. Nachdem gemeinsame Kandidatenpläne von CDU und SPD mit der Kandidatur Volker Königs (wir berichteten) hinfällig geworden seien, habe die CDU das Gespräch mit anderen Parteien gesucht. „Wir wollen alle diese Gemeinde weiterentwickeln“, erklärte Rainer Humpert von der FDP, „wir gehen manchmal nur verschiedene Wege“. Weil es aber in der Gemeindepolitik ohnehin vor allem um Sach- und nicht um Parteifragen gehe, ergänzte Heinrich Klein (CDU), könne ein Kandidat eben auch von vier verschiedenen Parteien unterstützt werden.

„Ein schönes Signal“

Harmonische Gespräche folgten der Idee und so machten sich die Parteien gemeinsam auf die Suche. Von sechs Kandidaten blieben am Ende zwei, die sich am Donnerstagabend rund 70 Mitgliedern der vier Vöhler Parteien vorstellte. Matthias Stappert gewann bei der geheimen Wahl deutlich. Und wie steht er selbst zu der Unterstützung aus den verschiedenen politischen Lagern? „Ich empfinde das als ein schönes Signal“, erklärte er, „ich habe politische Neutralität bei meiner Arbeit immer ernst genommen“.

Und so will er auch in Vöhl ein Bürgermeister für alle Bürger sein. „Wo Konsens möglich ist, da will ich ihn erreichen“, erklärte Stappert. Überzeugt hätten die Parteimitglieder am Ende vor allem zwei Dinge, befand dann Fritz Schäfer: „Seine Mentalität passt zu uns und er ist sehr gut ausgebildet.“

Erfahrung im Rathaus

Geboren wurde Matthias Stappert in Brilon-Altenbüren, heute lebt er mit seiner Frau in Olsberg-Elleringhausen. Nach seinem Abitur und dem Wehrdienst ließ er sich in Bestwig für den gehobenen Dienst zum Verwaltungsbeamten ausbilden. Er übernahm das Hauptamt und wechselte 2011 ins Rathaus nach Hallenberg - als stellvertretender Bürgermeister. „Ich weiß also, worauf ich mich einlasse“, befand Stappert gestern, „ich kenne die Probleme der Kommunen und die Arbeit in Aufsichtsräten“. Die Arbeit in einer Tourismusregion sei ihm vertraut, außerdem habe er Erfahrungen in der Wirtschaftsförderung und im Kommunalen Zweckverband gesammelt.

Die Vöhler haben am Ende also die Wahl: Am 9. Juni können sie an der Urne entscheiden.

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