Bürgerforum zum Thema „Unser Dorf hat Zukunft“ weckt großen Tatendrang

Vöhler nehmen Zukunft in Angriff

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Mit einer guten Zukunft vor Augen: Ortsvorsteher Stadtler leitet die abschließende Diskussionsrunde. „Wir haben eine Zukunft“, sind sich die Vöhler sicher.

Vöhl - Die Vöhler nehmen die Zukunft in den Blick. Am Sonntag hatte der Ortsbeirat zur Bürgerversammlung eingeladen. Im Mittelpunkt stand die geplante Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

„Vöhl hat eine Zukunft“, so eröffnet Ortsvorsteher Karl-Heinz Stadtler am Sonntagnachmittag das Bürgerforum in der Henkelhalle, „und das sagen wir bewusst ganz ohne Fragezeichen.“ Stadtler ist sich sicher, dass sein Ort eine gute Zukunft haben kann - wenn man nur jetzt schon beginnt, sich dem Wandel der Zeit anzupassen. Und deswegen hat der Ortsbeirat die Bürger zum Meinungsaustausch eingeladen und zur Diskussion über die Teilnahme an einem Wettbewerb.

Auf großer Leinwand ist schon die Startseite der nun folgenden Präsentation zu sehen. „Wettbewerb: ‚Unser Dorf hat Zukunft‘, Herzlich Willkommen“ steht dort groß, und dazu begrüßt auch Sigrid Göbel vom Fachdienst für Dorf- und Regionalentwicklung beim Landkreis die rund 50 anwesenden Vöhler.

„Ich wünsche Ihnen Elan, Ihre Zukunft selbst zu gestalten“, ruft sie den Besuchern zu. Es geht um die Dorfentwicklung, den Zusammenhalt und das Zusammenleben von allen Generationen im Ort.

Das wird auch in der Bewertungsgrundlage des Wettbewerbs deutlich. Berücksich-tigt werden hier die allgemeine Entwicklung, die Bau- und Grüngestaltung, die Einbettung des Ortes in die Landschaft, bürgerschaftliche Aktivitäten und Selbsthilfeleistungen, wobei auf den letzten Punkt die meisten Prozentpunkte entfallen.

Der Wettbewerb findet alle drei Jahre statt und diene vor allem dazu, durch eine objektive Einschätzung von Außen Anstöße für Erneuerungen und Veränderungen zu geben. „Das bloße Bemühen, schon Ihre Anwesenheit heute, ist ein Gewinn“, erklärt Göbel. Das Wir-Gefühl zähle. Da stimmt auch Stadtler zu. Im Ort die Begeisterung für Veränderungen zu wecken und den neuen Elan weiterzutragen, das sei ein großes Ziel. Deshalb ist es nach dem Vortrag an den Vöhlern, bei Kaffee und Kuchen zu diskutieren. „Spinnen Sie ruhig ein bisschen herum. Verfolgen Sie auch Ideen, von denen Sie am Anfang denken, das funktioniert doch eh nicht. Wer weiß, was am Ende dabei rauskommt“, ermutigt Stadtler die Bürger. Und so wird an den Tischen munter diskutiert, kritisiert, ein wenig geplant. Da kommen plötzlich schon fast vergessene Themen auf den Tisch - vieles, was schon gut klappt, aber eben auch die Schwachstellen.

„Wenn alle mitmachen, dann können wir was bewegen“: Das ist der Grundtenor des Bürgerforums. Der Ortsbeirat sammelt alle Vorschläge und wird sie in der nächsten Sitzung durchgehen. Am Ende des Nachmittags braucht sich Stadtler wohl keine Gedanken mehr über ein Fragezeichen an seinem eröffnenden Satz machen. Ein Ausrufezeichen könnte auch schon angebracht sein.

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