Sieben Reiter aus Vöhl und der Umgebung reiten nach Reken · Ideen für Reitertourismus in der Gemeind

Vöhler Reiter haben Charta im Gepäck

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Von Vöhl nach Reken: Die Reiter wurden vom aktuellen und künftigen Bürgermeister verabschiedet.

Vöhl - Zum Aufbruch der Reiter-stafette von Vöhl nach Reken blies am Dienstag ein Parforcehornquartett: In zehn Etappen machten sich sieben Reiter aus Vöhl und Umgebung auf den Weg zur Feier der Freizeitreiter nach Nordrhein-Westfalen.

In Reken feiert die Vereinigung der Freizeitreiter und Fahrer in Deutschland (VFD) ihr vierzigjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass hat der VFD die „Rekener Charta“ verfasst, die um Unterstützung für die Erhaltung, Pflege und besondere Wertschätzung der Pferde und für das Grundrecht von Mensch und Pferd auf freien Zugang zur Natur wirbt.

Unter dem Motto „Mit Pferden unterwegs im grenzenlosen Europa“ wurde das als Charta aller Reiter und Fahrer in Europa verfasste Dokument mittels Pferdestafette von Tschechien über Oberfranken nach Hessen transportiert - mit der Unterzeichnung der Charta durch Ministerin Lucia Puttrich in Wiesbaden als besonders markanter Station des Weges. Reiter aus dem Lahn-Dill-Kreis hatten die Stafette am 14. August an Arno Klöser übergeben. Unter der Leitung des VFD-Wanderführers bringt nun die aus Reitern bestehende Vöhler Stafette in zehn Etappen die Charta und zahlreiche Grußbotschaften ins Ziel.

Mit Klöser reiten Simone Fleck (Vöhl), Cornelia Ostermann (Böhne), Christiane Wilke (Willingen), Stefanie Schmidt (Sand), Gabriele Oberheuser (Neu-Berich), Jochen Euler (Niederbeisheim) nach Reken. Erstes Etappenziel war Adorf, das nächste Tagesziel ist Wünnenberg-Haaren. In Nordrhein-Westfalen, vor allem im einseitig auf Radfahrer zugeschnittenen und entsprechend asphaltierten Münsterland nimmt die Reit- und Reisegeschwindigkeit deutlich ab und sinkt auf 18 Tageskilometer.

„Inzwischen hat man ja wenigstens wieder ein paar Radwege auch für Reiter aufgemacht, ist da aber nicht konsequent vorgegangen und so steht man immer wieder unvermittelt vor einem Verbotsschild für Reiter“, beschreibt Klöser die Crux im Terrain in der Region um die „Hauptstadt des Pferdes“ (Warendorf), die ein zentrales Anliegen der Rekener Charta deutlich macht: Die Forderung nach der „Freiheit abseits des Straßenverkehrs, im Einklang mit anderen Erholungssuchenden die Welt zu Pferde zu bereisen.“

Der amtierende und der zukünftige Vöhler Bürgermeister kamen vor Aufbruch auch vorbei und mit den engagierten Reitern ins Gespräch. „Pferdesteuer ist in Vöhl weder jetzt noch in Zukunft ein Thema“, versprachen Harald Plünnecke und Matthias Stappert, dem Arno Klöser demnächst Konzepte für den Reitertourismus in der Gemeinde vorlegen will.

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