Liederabend mit „Tanz in den Mai“ in Vasbeck zum 140-jährigen Bestehen des Gesangvereins

Vom Volkslied bis zur „Diplomatenjagd“

Der gastgebende gemischte Chor aus Vasbeck trat beim Liederabend in der voll besetzten Walmehalle zwei Mal auf. Links der Vorsitzende Gerhard Behle bei einem Solopart. Fotos: Schilling

Diemelsee-Vasbeck - Zu seinem „runden Geburtstag“ ließ der Vasbecker Gesangverein einen alten Brauch wiederaufleben: Mit Tanz ging es flott in den Mai.

Mit dem bekannten Volkslied „Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus...“ hießen die Gäste in der voll besetzten Walmehalle den „Wonnemonat“ um Punkt Mitternacht aber auch musikalisch willkommen.

Zuvor hatten schon sieben Chöre unter Beweis gestellt, dass sie die Kunst des Gesangs meisterlich beherrschen: Rund zwei Stunden lang hatten sie beim Liederabend ein abwechslungsreiches Programm gestaltet. Neben den Gastgebern des gemischten Chores aus Vasbeck traten dabei sechs befreundete Vereine aus Waldeck und dem benachbarten Westfalen auf.

Sein 140-jähriges Bestehen wolle der Gesangverein gebührend feiern, sagte der Vorsitzende Gerhard Behle. Neben dem Waldecker Sängertag, einer Vereinsfahrt und dem Konzert des Sängerbezirks Rhene-Diemel am Nikolaustag zähle der Liederabend zu den herausragenden Ereignissen dieses Jahres. Dabei griff der Chor eine alte Tradition wieder auf, die in Vasbeck eingeschlafen war: der „Tanz in den Mai“. Doch bevor die Gäste zu den Klängen der Kapelle „Sauerland-Trio“ aufs Parkett schritten, gaben die Chöre Einblicke in ihr breit gefächertes Repertoire. Durchs Programm führte Nicole Nowitzki. Ob Hanne Hallers „Für alle“, das Volkslied „Das Wandern ist des Müllers Lust“ oder das Jagdlied „Alldieweil bei der Nacht“: Die Gastgeber boten mit ihrem Chorleiter Martin Gerhard Stücke aus verschiedenen Epochen.

Die Frauen des jungen Chores „Sing & Swing“ aus Vasbeck interpretierten unter der Leitung von Martin Gerhard drei moderne Stücke wie „Adiemus“ oder Peter Maffays „Ich wollte nie erwachsen sein“. Für Heiterkeit sorgte der gemischte Chor aus Nordenbeck , der mit seiner Leiterin Carmen Lindemann verkündete: „Die Getränke sind frei - das Glas mir neu fülle...“ Der Schlagerhit „Moskau“ folgte.

Danach beherrschten die Herren der Schöpfung das Geschehen. Die drei beachtlich großen Männerchöre aus dem Westfälischen setzten auf eher traditionelle Chorliteratur. So sang der MGV Giershagen unter Dirigent Sergej Fomin das „Deutsche Lied“ oder „Morgen will mein Schatz verreisen“. Der MGV Erlinghausen stimmte das Volkslied „Und wieder blüht die Linde“ und ein Trinklied an.

Der MGV „Accordia“ Canstein unter der Leitung von Franz-Joseph Nimphius entführte mit „Die Lerche“ aus Kärnten oder dem „Slowenischen Weinlied“ ins europäische Ausland.

Mit sichtlicher Freude am Gesang präsentierte der MGV Mühlhausen unter der Leitung von Lisa Herrlich drei heitere Lieder, besonders Reinhard Mays mit viel Ironie vorgetragene „Diplomatenjagd“ ließ die Gäste herzhaft lachen. Mit ihrer „Line-Dance“-Einlage leiteten acht Turnerfrauen des TSV Vasbeck dann über zum Tanz. Von Dr. Karl Schilling

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