Ehrenamt

Vor und hinter den Kulissen: Sie sind die Neuen bei der Freilichtbühne

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In diesem Jahr zum ersten Mal bei der Freilichtbühne in Korbach dabei: (von links) Jendrik Teuber, Markus Koutelas, Kartal Ayal, Susanne Hiller, Christine Schildt und Kaspar Bechthold.

Korbach. Sie sind die Neuen vor und hinter den Kulissen: Jendrik Teuber, Markus Koutelas, Kartal Ayal, Susanne Hiller, Christine Schildt und Kaspar Bechthold engagieren sich in diesem Jahr zum ersten Mal im Team der Freilichtbühne Korbach.

Eigentlich sei er handwerklich gar nicht so geschickt, sagt Markus Koutelas (23). Doch im Bühnenbau der Freilichtbühne ist genau das gefragt: Hämmern, Schrauben, Sägen. „Ich habe schon eine Menge dazu gelernt“, sagt Markus Koutelas. Mit Pinsel und Farbrolle sorgte er dafür, dass die Zuschauer Meister Eders Werkstatt oder das Schloss der Familie Lombardi in leuchtenden Farben erleben.

Der Korbacher ist in diesem Jahr zum ersten Mal mit im Team der Freilichtbühne. „Ich bin gleich herzlich aufgenommen worden, alle sind super nett“, sagt Markus. Und er hat schon Pläne: „Nächstes Jahr will ich auch mal eine Rolle spielen.“

„Klingt ja erst mal nicht so geil, wenn man sagt, man spielt einen Kobold“, sagt Jendrik Teuber (24). Doch genau das tut er: Als Kobold Hogge steht der Korbacher im „Pumuckl“ zum ersten Mal auf der Bühne. „Es war überraschend gar nicht so schlimm, wie ich gedacht hatte“, räumt er ein. Wären da nicht die Tanzschritte, die er lernen musste: „Das hat Überwindung gekostet“, sagt Jendrik. Das Fazit seiner ersten Saison: „Alle sind sympathisch und wir haben viel Spaß.“

„Ich stehe nicht so gerne im Rampenlicht“, gibt Susanne Hiller (29) zu. Während sie im Technikraum sitzt, haben diee Zuschauer genau die gleiche Blickrichtung wie sie – auf die Bühne. Susanne Hiller sorgt dann am Mischpult dafür, dass die Schauspieler gut zu verstehen sind. „Musik einspielen, die Mikrofone regeln“, beschreibt sie ihre Aufgaben. „Ich werde noch angelernt, aber ich finde die Technik faszinierend.“ Das besondere für sie an der Freilichtbühne: „Man macht Menschen glücklich.“

„Ich wollte in meiner Freizeit mal was machen, das Hand und Fuß hat“, sagt Kartal Ayal (26). Also landete er bei der Freilichtbühne in der Technik und im Bühnenbau. „Aber wer weiß, vielleicht kommt ja noch einiges hinzu. Ich bin für alles offen“, sagt der Korbacher mit Blick auf die nächste Saison.

Kaum zur Freilichtbühne gekommen, musste sie einspringen und die Rolle von Meister Eders Schwester Anni übernehmen: „Damit hatte ich gar nicht gerechnet“, sagt Christine Schildt (49) aus Sachsenhausen. Doch durch die Tanzgruppe in Ober-Werbe hatte sie schon Bühnenerfahrung mitgebracht. „Ich habe kein Problem damit, vor Leuten zu spielen“, sagt Christine Schildt. Und: „Man lernt unwahrscheinlich viele Leute kennen, die Gemeinschaft ist einfach gut.“

Als Kaspar Bechthold (21) aus Rhena zur Freilichtbühne kam, waren schon alle Rollen für diese Saison vergeben. Aber ein Souffleur wurde noch gesucht. „So war es besiegelt“, sagt er schmunzelnd. Aus dem Souffleurkasten beobachtet er die Schauspieler konzentriert und muss entscheiden, wann es nur ein kleiner Texthänger ist und wann er nachhelfen muss. Sein Plan fürs nächste Jahr: „Ich hoffe schon, auch mal auf der Bühne zu stehen.“

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