„Herbst-Event“ der Kreishandwerkerschaft mit Fachfrau aus Österreich

Vortrag in Korbach: „Körpersprache für die Bühnen des Lebens“

„Heute ist ein schöner Tag!“ Zu dieser Aussage mussten die Besucher des Herbstevents der Kreishandwerkerschaft die Arme hoch nehmen. Fotos: Ursula Trautmann

Korbach – Um „Körpersprache für die Bühnen des Lebens“ ging es beim Vortrag von Monika Matschnig  in der Stadthalle.

Etwa 250 Gäste waren der Einladung der Waldeck-Frankenberger Kreishandwerkerschaft gefolgt, die mit der Junghandwerkerschaft, den Unternehmerfrauen des Handwerks sowie der Volksbank Kassel/Göttingen zum 14. Mal ihr „Herbst-Event“ veranstaltete.

Sie vermittelte Wissen über Körpersprache: Referentin Monika Matschnig.

Die Referentin Monika Matschnig ist Psychologin und Fachfrau für Körpersprache und Wirkungskompetenz. Der Text in ihrem Flyer wirkte beim ersten Hinschauen eher nüchtern: „Wirkungskompetenz hat Sachkompetenz überholt: Nur wer wirkt, wird gesehen, gehört und verstanden“, heiß es dort zum Beispiel. Der 75 Minuten währende Vortrag der gebürtigen Österreicherin gestaltete sich dann aber alles andere als nüchtern.

Anschaulich, lebendig und mitreißend referierte sie über das Thema. In einer Mischung aus seriöser Wissensvermittlung und lustiger Comedy zog sie die Besucher in ihren Bann und brachte sie abwechselnd zu ernsthaftem Zuhören und zu lauten und langen Lachsalven.

Was bedeuten verschränkte Arme? Statt des Signals Abwehr könne die Haltung vielleicht auch einfach bequem sein, sagte Matschnig. Und für die richtige Spannung in der Körperhaltung hatte sie den Tipp, sich eine eingeklemmte Erbse zwischen den Pobacken vorzustellen.

Handwerker als Geschäftsleute müssten ihren Kunden gegenüber positiv auftreten, sie müssten Aussage und Körpersprache als Einheit darstellen, erklärte sie. Stete Freundlichkeit dem Gegenüber sei wichtig.

Matschnig bezog ihr Publikum mit ein in ihren Vortrag. Da ging es genauso um den richtigen Händedruck wie um den richtigen Gesichtsausdruck.

Die Fachfrau schaffte es, dass sämtliche Besucher sich einen Kugelschreiber quer zwischen die Zähne klemmten. Dann sollten sie zu dem Satz „Heute ist ein schöner Tag“ die passende Geste ausprobieren. Alles wichtig, denn trotz tausender verschiedener Sprachen auf der Welt gebe es nur eine Körpersprache. Klar, dass es am Ende auch einen Riesenapplaus für die Referentin gab.

Zu Beginn hatten Kreishandwerksmeister Ulrich Mütze und Volker Stern vom Vorstand der Volksbank zu diesem besonderen Event willkommen geheißen. Beide wiesen auf die gute und wichtige Zusammenarbeit zwischen Handwerk und Kreditinstituten hin.

Und der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Kai Bremmer, lud zum Abschluss nicht nur zu einem Imbiss im Foyer ein, sondern auch zum direkten Ausprobieren des Gelernten in Sachen Körpersprache.

VON URSULA TRAUTMANN

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