Marcel Schröder aus Freienhagen ist mit 1,0 der beste Absolvent der Landesschule

Wer die Wahl hat, hat die Qual

+
Marcel Schröder aus Freienhagen ist der beste Abiturient im diesjährigen Abschlussjahrgang der Alten Landesschule.Foto: Theresa Demski

Korbach/Freienhagen. - Schon als Kind hatte er tausend Fragen, wollte die Welt verstehen und stöberte auf der Suche nach Antworten in Büchern: Mit der Note 1,0 hat Marcel Schröder nun sein Abi bestanden - als bester seines Jahrgangs an der Alten Landesschule.

Er ist kein Stubenhocker, keiner, der sich tagelang hinter Büchern verschanzt: „Ich bin ein sehr kontaktfreudiger Mensch“, sagt Marcel Schröder aus Freienhagen. Er hat Handball gespielt, beherrscht die Trompete seit er fünf ist und spielt in verschiedenen Ensembles und im Musikverein.

Und fast wie nebenbei hat er die Schule gemeistert. Das mit großem Erfolg. Denn der 19-Jährige ist der Beste seines Jahrgangs, am Freitag bekommt er sein Abiturzeugnis an der Alten Landesschule - drunter steht eine 1,0. „Schon als Grundschüler war ich sehr interessiert“, erinnert er sich. Während der Grundschulzeit in Freienhagen habe er schon Antworten auf unzählige Fragen gesucht, konnte sich für viele Fächer begeistern und machte sich in Büchern auf die Entdeckungsreise in der Welt der Tiere, Indianer und der Landwirtschaft. Auf der Alten Landesschule riss dieses Interesse nicht ab. Was sein Lieblingsfach sei? Und schon beginnt er seinen kompletten Stundenplan aufzuzählen. „Außer Kunst“, sagt er dann schmunzelnd. Gute Lehrer habe er gehabt, die es verstanden hätten, sein Interesse noch anzustacheln und ihm Antworten anzubieten.

In der Abizeit intensivierte er dann das Lernen. „Ich wollte gerne unter einer 1,5 landen“, sagt er. Dass es am Ende die 1,0 geworden sei, müsse er noch sacken lassen. Wenn er am Freitag das Zeugnis in der Tasche und die letzten Feten gefeiert hat, dann beginnt Marcel Schröder ein Praktikum rund um die Physik. Die nämlich will er ab September in Göttingen studieren.

„Ich interessiere mich für so viele Dinge“, sagt er, „da war es schwierig, sich auf ein Studienfach festzulegen“. Die Schule wird er in guter Erinnerung behalten: Breite Bildung habe er bekommen, Spaß gehabt und gute Gemeinschaft erlebt. (resa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare