Harbshausen

Die Wahrnehmung des Jägers

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- Vöhl-Harbshausen (tk). Die Prioritäten eines Häuptlings: „Wir sind spirituelle Wesen mit einem materiellen Körper und nicht andersherum“. „Dancing Thunder“ lebt danach. Lässt sich das lernen?

So gewiss der Donner dem Blitz folgt, so sicher weiß „Dancing Thunder“ („tanzender Donner“), dass „jeder von uns noch über die angeborenen Fähigkeiten und die Wahrnehmung eines Jägers verfügt“. „Die Ahnen aller heute lebenden Menschen waren Eiszeit-Jäger. Das beweisen die überall auf der Welt zu findenden Höhlenmalereien“, erklärt er.

Der Aufgabe, dieses authentische, traditionelle Wissen aus der Eiszeit wieder zu aktivieren, widmet sich der Medizinmann und Häuptling der Susquehannock-Indianer in Florida seit mehr als 40 Jahren. Wer in Deutschland an einem seiner „Teachings“, einer Mischung aus Seminar, Workshop und Trommel-Trancezustand, teilnehmen wollte, musste bisher nach Oberbayern reisen. Nun bot der in Zorneding, südöstlich von München, ansässige Schamanen-Treffpunkt „Blue Jay“ vergangene Woche erstmals ein Seminar am Edersee an.

27 Teilnehmer kamen für zwei Tage ins Café Castaneda nach Harbshausen. Die Wahrnehmung des Jägers: das heißt, der Erde und allem, was lebt, mit Respekt und höchster Aufmerksamkeit zu begegnen. Eine Ahnung davon bekommt, wer den Häuptling kurz nach draußen bittet, um ihn vor der Kulisse des Naturreservates zu fotografieren. „Seit zwei Tagen liegen die Kühe hier an der gleichen Stelle“, bemerkt „Dancing Thunder“ beiläufig, aber mit gewisser Bewunderung für die vor der Seminarstätte auf der Weide und in sich ruhenden Rinder. Ist in zwei Tagen freizulegen, was die westliche Zivilisation in Jahrtausenden verschüttet hat?

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 24. September.

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