Für das Ökogewissen

Weihnachten: Umweltfreundlcihe Verpackungen liegen im trend

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Julia Rüsseler in der Feischabteilung des REWE-Marktes Fink in Korbach packt ein Schnitzel in eine Mehrwegbox. Diese kann man kaufen oder sein Behältnis mitbringen. Wenn es um Hygiene-Standards bei Lebensmitteln geht, kann man auf Plastikverpackungen nicht immer verzichten. Die Mehrweg-Frische-Box ist da ein umweltfreundlicher Kompromiss. 

Berge an buntem Papier und Glitzerfolien türmen sich bald wieder unter dem Tannenbaum. Dabei gibt es ja auch nachhaltige Verpackungen. Diese sorgen nicht nur zu Weihnachten für ein gutes Gewissen.

In gut zwei Wochen ist es wieder soweit, die Bescherung rückt näher und mit ihr der Zeitpunkt, an dem Umverpackungen und Sternenpapier ihren Zauber verlieren und zu bloßem Abfall werden. Abfall, der oft langlebiger und umweltbelastender ist als das eigentliche Geschenk.

Ökologisch bewusste Weihnachtsgeschenk-verpackungen .

Zu keiner Zeit im Jahr spielt das Thema Verpackung eine größere Rolle als zur Weihnachtszeit. Dabei geht es aber um weit mehr als die Berge von Geschenkpapier, die am Ende der alljährlichen Bescherung von deren erfolgreichem Verlauf zeugen. 

Weihnachten: Verpackungen der Geschenke im Mittelpunkt

Es geht um Versandverpackungen, die Dank blühendem Internethandel in unvorstellbaren Mengen um die Welt geschickt werden, und es geht um Lebensmittelverpackungen, die nicht nur beim Weihnachtsgroßeinkauf für wachsende Müllberge sorgen. 

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Mit 226,5 Kilo Verpackungsmüll pro Einwohner hat das Jahr 2018 in Deutschland für einen traurigen Rekord gesorgt, und nicht nur das kommende Weihnachtsfest wird dafür sorgen, dass auch 2019 nicht mit weniger Müll endet. Aber machen nicht erst Sternenpapier und Folienschleife das Buch oder Spielzeug zum echten Weihnachtsgeschenk? Wie kommen die Festtagsrouladen müllfrei in den heimischen Kühlschrank und wie kann man bei Obst und Gemüse auf Einwegverpackungen und Folien verzichten?

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Die Antwort ist oft nicht ganz einfach zu finden, doch immer öfter gibt es zumindest Möglichkeiten, die Mengen an Verpackungsmüll zu reduzieren. Nachhaltigkeit ist dabei längst kein Zauberwort mehr, sondern Werbemittel und Kundenanspruch zugleich. Immer mehr Verbraucher suchen Wege umweltfreundlicher zu leben und beschäftigen sich im Alltag mit Nachhaltigkeit und Ökologie. Die Plastiktüte ist längst zum verpönten Auslaufmodell geworden, stattdessen sind Stoffbeutel, Papiertaschen und Pappkisten in.

Umdenken im Supermarkt

„Es geht nicht nur um die Ware, es geht auch um die Verpackung“, erklärt Marktbetreiber Stephan Fink vom REWE-Markt Fink in Korbach. 

Er sieht die Verwendung von Papiertüten und Mehrweg-Frische-Netzen als Verpackung für Obst und Gemüse nur als einen Schritt dem gewandelten Umweltbewusstsein und geänderten Verbraucherverhalten gerecht zu werden. In seinem Markt greifen Kunden immer öfter zu Mehrwegbeuteln, um Obst und Gemüse zu verpacken oder nutzen die Pfandbehälter für Fleisch und Wurstwaren.

Für Obst und Gemüse gibt im REWE-Markt Fink umweltfreundliche Mehrweg-Netze. 

Ähnliche Pfandbehälter bietet auch das Fleischerfachgeschäft Ludwig Tent in Korbach an. Der Festtagsbraten oder der Frischwurstaufschnitt findet darin hygienisch sicher und abfallfrei den Weg in den heimischen Kühlschrank. „Die Vermeidung von Kunststoffverpackungen liegt uns am Herzen“, betont Fleischermeister Thomas Ludwig Tent und ist froh, mit dem Pfandsystem eine Möglichkeit der Umsetzung gefunden zu haben. Noch mehr Möglichkeiten, auf Plastik zu verzichten und nachhaltig zu kaufen, gibt es im Non Food-Bereich. 

Ein erfolgreiches Beispiel zeigt die Firma greenstories in Korbach, die nachhaltige und ökologisches Baby- und Kinderkleidung sowie ökologisches Spielzeug und schadstofffreie Babyausstattung verkauft. Dabei spielen umweltschonende Verpackung und Plastikvermeidung eine große Rolle. Inna und Denver Mielke setzen ganz auf Recyclingpapier, und verwenden es sowohl als Füllmaterial im Versandhandel als auch bei der Verpackung in ihren zwei Ladengeschäften.

Recycling Variante als alternative 

Recyclingpapier ist aber auch für Privathaushalte eine Alternative zum Verpacken und in immer mehr Varianten erhältlich. Weihnachtsgeschenke kann man beispielsweie in übrig gebliebenen Tapetenresten oder der Lieblingstageszeitung verpacken. Upcycling ist dabei auch zur Weihnachtszeit voll im Trend, und so können umfunktionierte Marmeladengläser, Schuhkartons oder Kalenderblätter mit Wasserfarbmalereien oder Kartoffeldruck an Weihnachten für Freude sorgen. Ein Jutebeutel, wiederverwendbare Blechdosen oder die „Geschenk mit Geschenk verpacken“-Variante ist besonders bei textilen Geschenken eine nachhaltige und schöne Verpackungsidee. Vielleicht reichen ja auch ein bisschen Schnur und ein Tannenzapfen, um das Buch zum Geschenk zu machen. Oder man verzichtet ganz auf das Verpacken und Auspacken und versucht mal, wie sich Bescherung ganz ohne Müllberge am Ende anfühlt.

Es muss also nicht der Plastikbeutel für die Tomaten oder die Glitzerfolie fürs Weihnachtsgeschenk sein. Mit Umweltbewusstsein kann man dem Verpackungsmüll den Kampf ansagen und mit nachhaltigen Verpackungen ein gutes Gewissen beim Einkauf zu haben. /Tina Fischer

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