Filialen in Waldeck, Freienhagen und Höringhausen werden geschlossen

Waldecker Bank baut in Korbach für zwei Millionen Euro um

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Ab Anfang April wird umgebaut: Die Visualisierung zeigt die geplante Schalterhalle in der Hauptstelle der Waldecker Bank in Korbach. Rund zwei Millionen Euro will das Geldinstitut dort investieren.

Korbach/Waldeck. Für mehr als zwei Millionen Euro will die Waldecker Bank in diesem Jahr ihre Hauptstelle in Korbach umbauen. Gleichzeitig werden die Geschäftsstellen in Waldeck, Höringhausen und Freienhagen geschlossen.

Weitere „strukturelle Anpassungen“ seien in Zukunft nicht auszuschließen, erklärten die Bankvorstände Karl Oppermann und Udo Martin.

Die drei Filialen in der Großgemeinde Waldeck schließen zum 30. Juni. Die Kunden seien bereits informiert, erklärte Oppermann. An allen drei Standorten werden mit Selbstbedienungstechnik (SB) ausgestattet, die Bargeldversorgung wird über Geldautomaten sichergestellt. Das Beratungsangebot werde in der nächst größeren Geschäftsstelle fortgeführt, sagte Martin. Die Filiale in Sachsenhausen bleibt erhalten.

Die Waldecker Bank reduziert damit ihr Geschäftsstellennetz von 17 auf 14 Standorte. Das sei notwendig, um eine bessere Auslastung der Mitarbeiter zu erreichen. Betriebsbedingte Entlassungen soll es keine geben, die Zahl der Beschäftigten verringert sich aber nach Angaben der Bank durch überwiegend altersbedingte Abgänge von 202 auf 197 Personen.

Umbau beginnt im April

Die „strukturellen Anpassungen“ gehen einher mit umfangreichen Investitionen in der Hauptstelle in Korbach. Sie soll nach fast dreißig Jahren den heutigen Erfordernissen angepasst werden. Das Bauvorhaben mit einem Volumen von mehr als zwei Millionen Euro umfasst dabei auch den Austausch der vorhandenen Haustechnik und energetische Maßnahmen. Das Gebäude soll nach dem Umbau außerdem aktuelle Brandschutzauflagen erfüllen.

Im Zentrum steht aber der Umbau des Kundenbereichs. Der SB-Bereich soll – ähnlich wie in den zuletzt renovierten Filialen – mehr in den Bereich der Schalter rücken. Die Bauarbeiten beginnen in wenigen Wochen und werden in drei Bauabschnitte aufgeteilt. Die neue Schalterhalle soll Anfang 2019 fertiggestellt sein. Gebaut wird im laufenden Geschäftsbetrieb. „Wir bitten um Verständnis, dass es in dieser Zeit Einschränkungen geben wird“, sagte Udo Martin.

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Kommentare

krebs
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An die Waldecker Bank gerichtet:

Sehr geehrter
Herr Oppermann sehr geehrter Herr Martin,

Am 29.03.18, erreichte uns Ihre schriftliche Mitteilung vom 28. März 2018. Da wir uns schon zu der älteren Generation von Bewohnern im Ot. Waldeck zählen, und zu Bank- und Geld - Geschäften auch noch eine ganz andere Auffassung haben, als unsere
sogen. "Smartphone – Generation", behaftet mit allen Unsicherheiten des WWWebs, sind wir natürlich von dieser, Ihrer heute bei uns eingegangenen Mitteilung absolut nicht begeistert.

Der direkte Kontakt; und das über Jahrzehnte aufgebaute Vertrauen am Schalter der jeweiligen Bankfilialen zu den Mitarbeitern, ist u. E., jedenfalls für die 3 genannten Bereiche: Waldeck, Freienhagen und Höringhausen, damit verloren gegangen.

Das trifft nun vor allen Dingen wieder mal die ältere und mglw. nicht mehr so mobile und wehrhafte Generation der Einwohner in den genannten Orten.

Besonders hart wird es dann, wenn auch keine Angehörigen mehr vorhanden sind, die für die temporäre Mobilität, bis zur nächsten Bank-Filial-Stelle die Sache überbrücken könnten.

Was dazu den ÖPNV in dieser Gegend angeht, so brauchen wir darüber in unserer, bis heute noch in vielen Teilen stark unterentwickelten, strukturschwachen Örtlichkeiten, kein weiteres Wort zu verlieren.

Wie sollen z.B. 70 - 90 Jährige Menschen an einen Bankautomaten, mit all seinen vielen Einstellmöglichkeiten und Unsicherheiten gewöhnt werden?

Wie sollen diese Menschen ihre Überweisungen und Bargeld- Abhebungen in einer, gerade in der heutigen, sehr unsicher gewordenen Zeit, am Geld - Automaten –gefahrlos- absolvieren?

Fragen über Fragen, die Sie in der Sache völlig unbeantwortet lassen.

Am Automaten haben sie diese Sicherheit und das "Geborgensein" auf gar keinen Fall so, wie in einer, mit Menschen besetzten Bankfiliale.

Am Automaten steht womöglich schon der nächste, oftmals ungeduldige junge Mensch mit wenig Zeit, in einer vielleicht noch bedrängenden Weise hinter einem älteren Menschen und kann dessen Bank-Tätigkeiten –hautnah- mit verfolgen.

Finden Sie, sehr geehrte Damen und Herren der Waldecker Bank, und auch der Sparkasse das alles für gut und richtig ?

Banksachen sind sensible Vertrauenssache und genau das, haben Sie auf dem Altar der Gewinnmaximierung, insbes, für die Menschen aus den genannten Orten mit Ihrer Entscheidung, die Filialen nun völlig zu schließen, abgeschafft.

Es dürfte Ihnen sicher auch bekannt sein, dass es gerade die ältere Generation von Menschen ist, die sparsam gelebt, sich für das Alter vorgesorgt und etwas an Notgroschen zurückgelegt haben.

Wie wäre es denn, wenn man solche Menschen dazu überreden würde/könnte ihre, in manchen Fällen vorhandenen Notgroschen/Spargelder bei der Waldecker - Bank und auch Sparkasse,

die ja genau den gleichen, ich sage mal „asozialen Weg“ der Gewinnmaximierung einschlägt, ihre Notgroschen/Sparkonten - Konten dort abzuräumen und allein aus dem berechtigtem Protest heraus,

auf anderen Banken im Umfeld anzulegen, denn wenn ich
schon, als älterer Mensch ggf. mit dem Taxi zur nächsten Bankfiliale
10-20 Km fahren muss, dann ist es mir letztendlich auch egal,

ob ich bis nach Korbach, Sachsenhausen oder Bad Wildungen fahre,
da kann ich mir dann wenigstens noch einen schönen Tag machen,
solange die Gesundheit noch mitspielt und solange ich noch mobil bin.

Aber wehe, das fällt irgendwann weg, dann ist man in Waldeck und den anderen genannten Ortschaften lebendig begraben, völlig verloren und in den Allerwertesten gekniffen.

Eine Waldecker-Bank, ohne Filiale im Namensgebenden Waldeck, ist schon sehr kurios.

Wir sind jedenfalls sehr enttäuscht, über Ihre ersatzlose Streichung der genannten Filialen. Früher kam von den Sparkassen wenigstens 1x pro Woche noch eine mobile Schalterstelle in die Ortschaften, aber selbst das habt Ihr ja alle schon eingestellt und an die unsicheren Smartphones übertragen, die ein älterer Mensch -leider-, außer vielleicht noch zum telefonieren, oftmals nicht sicher genug bedienen kann.

Wie der Bankkunde noch zu seinem Recht und Geld kommt, dass ist allen hochdotierten Bänkern scheinbar völlig egal, Hauptsache, der Rubel rollt in die richtige Richtung.

Mit freundlichen Grüßen
U.E. Krebs