Diemelsee

Waldeckischer Sängerbund: Neue Wege für die Chöre

- Diemelsee-Stormbruch. Großen Rückhalt gab es für den Waldeckischen Sängerbund bei der Jahresversammlung in Stormbruch. Die Chöre möchten verstärkt junge Menschen fürs SIngen begeistern.

Reibungslose Arbeit im Vorstand, fast 90 Delegierte aus den Vereinen, da herrschte zum Frühlingsauftakt richtig Aufbruchstimmung im Waldeckischen Sängerbund (WSB). „Ich glaube, wir können selbstbewusst behaupten, unsere Chöre sind aus dem kulturellen Leben unserer Städte und Dörfer nicht wegzudenken“, unterstrich Vorsitzender Klaus Schmutzler. In seiner Jahresbilanz listete Schmutzler die eindrucksvolle Bilanz der Chöre im Waldecker Land auf. 7280 Mitglieder, davon 3270 aktive Sänger in 103 Chören – das scheint auf den ersten Blick kein Grund zur Besorgnis. Doch verwies Schmutzler zugleich auf den demographischen Wandel mit Bevölkerungsrückgang „und das veränderte Freizeitverhalten der Menschen“. So bescheren vielfältige Gründe den Gesangvereinen seit Jahren Nachwuchssorgen. „Wir alle sind aufgerufen“, appellierte Schmutzler deshalb an Chöre und Vereine, sich einzubringen, „neue Wege zu gehen und zu Veränderung bereit zu sein“. Erstmals war auch Dr. Reinhard als neuer Landrat beim Sängertag des WSB. Kubat zeigte sich am Sonntagmorgen beeindruckt von der Teilnehmerzahl in Stormbruch und zitierte aus Schillers „Die Macht des Gesanges“. Dabei erinnerte Kubat an die große Tradition der Gesangvereine, in denen der monarchische Staatsmann Fürst Metternich ehedem im 19. Jahrhundert noch eine politische Gefahr sah. Die Zeiten ändern sich, und so sind die Gesangvereine letztlich auch Ausdruck demokratischer und bürgerlicher Selbstbestimmung geworden. Für die Zukunft sieht Kubat berechtigte Hoffnung für die Vereine. Über 400 Kinder seien in Sängergruppen bis hin zu Projektchören im Waldecker Land aktiv. Wichtig sei jedoch, „dies mit zeitgemäßen Angeboten zu unterstützen“, animierte Kubat. So sieht es der Landrat gleichermaßen für die Politik: „Ich möchte Sie einladen, am Prozess der Umgestaltung unseres Landkreises aktiv teilzunehmen.“ Derweil berichtete Schatzmeister Walter Reese über eine solide Finanzlage des WSB. Als Vorsitzender des

Mehr in der WLZ vom 22.März 2010

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare