Eröffnung am 16. Februar

Ausstellung im Korbacher Museum über Jugend und Migration

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Sie werben für die Ausstellung über das Zusammenleben junger Menschen, die im Museum in Korbach gezeigt wird, und für das Begleitprogramm: (von links) Angelika Goldkamp, Violetta Bat, Julia Sander (vorne), Nadine Knipp, Lisa Sophie Müller, Lydia Oswald und Museumsleiter Dr. Wilhelm Völcker-Jannsen.

Wie gelingt ein Zusammenleben junger Menschen in Deutschland? Dieser Frage geht eine neue Ausstellung nach, die demnächst für zwei Wochen im Korbacher Bonhage-Museum zu sehen sein wird.

Korbach. „Youniworth“ lautet der Name der Ausstellung, die sich den Themen Jugend und Migration widmet. Die Wanderausstellung ist von den Jugendmigrationsdiensten erstellt worden und wird deutschlandweit gezeigt. Eine Arbeitsgruppe aus Waldeck-Frankenberg hat die Ausstellung für Korbach konzipiert und ein Begleitprogramm erstellt, erklärt Julia Sander vom Jugendmigrationsdienst Waldeck-Frankenberg. Am Sonntag, 16. Februar, wird sie im Wolfgang-Bonhage-Museum eröffnet.

Zwei Wochen lang wird dann an sieben interaktiven und teils multimedialen Stationen auf anschauliche Weise das Zusammenleben junger Menschen thematisiert.

Die Zielgruppen

Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche ab der sechsten Schulklasse sowie an alle erwachsenen Interessierten. Neben Schulklassen, Integrationskursen und Jugendgruppen sind zum Beispiel auch Fachkräfte und Politiker angesprochen. „Es geht darum, miteinander ins Gespräch zu kommen, zu diskutieren und Vorurteile zu hinterfragen“, erläutert Julia Sander.

Auf spielerische Weise sollen Gemeinsamkeiten junger Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern verdeutlicht werden. Ein Ratespiel zeigt, dass auch viele Wörter der deutschen Sprache sozusagen einen Migrationshintergrund haben. Bei einem digitalen Kofferspiel dürfen die Teilnehmer überlegen, was sie mitnehmen würden, wenn sie Hals über Kopf ihre Heimat verlassen müssten.

Die Eröffnung

Schon die Ausstellungseröffnung am 16. Februar wird auf die Inhalte der Ausstellung einstimmen, zum Beispiel mit Musik. Im Anschluss wird eine lebendige Bibliothek („Living Library“) die Gelegenheit bieten, sich mit anderen Menschen zu unterhalten. „Junge Menschen wird man zum Gespräch ausleihen können“, verrät Lisa Sophie Müller von der Fachstelle Migration und Integration des Landkreises.

Eine Podiumsdiskussion

Zusätzlich steht am Mittwoch, 19. Februar, um 19 Uhr eine Podiumsdiskussion auf dem Programm. In den Räumen des Evangelischen Fröbelseminars, Westwall 20, werden Amall Breijawi von der Asylberatung der Diakonie Hessen, Ute Claßen von der Flüchtlingsberatung in Bad Wildungen sowie die Psychotherapeutin Dr. Jutta Schmid diskutieren. Die Veranstaltung zum Thema „Zwischen Angst und Hoffnung – Zur Situation junger Geflüchteter im Duldungsstatus“ wird moderiert von Thomas Kobbe, Redaktionsleiter der Waldeckischen Landeszeitung.

Film zum Thema Flucht

Das Netzwerk für Toleranz wird zudem einen Film präsentieren – eine Komödie, die das Thema Flucht aufgreift: „Die andere Seite der Hoffnung“ wird am Freitag, 21. Februar, um 18.30 Uhr im Gemeindehaus der Kilianskirche gezeigt, kündigt Violetta Bat an.

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