Nach Öffnung des Impfzentrums soll es zuerst Angebote für über 80-Jährige geben

Impfzentrum: Warten auf Landesregelung

Impfzentrum in Korbach: Sobald es öffnet, erhalten über 80-Jährige, die nicht in Einrichtungen, sondern beispielsweise noch Zuhause leben, als Erste Impfangebote vom Landkreis, so Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese.
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Impfzentrum in Korbach: Sobald es öffnet, erhalten über 80-Jährige, die nicht in Einrichtungen, sondern beispielsweise noch Zuhause leben, als Erste Impfangebote vom Landkreis, so Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese.

Waldeck-Frankenberg – Die Impfungen gegen das Coronavirus in Waldeck-Frankenberg haben begonnen. Geimpft wird nach der Impfverordnung des Bundes und der Impfstrategie des Landes Hessen.

Demnach soll Menschen und Personal in medizinischen und Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie über 80-Jährigen zuerst ein Impfangebot gemacht werden. Die Impfungen in den Einrichtungen im Landkreis laufen bereits. Menschen über 80 Jahre, die nicht in Einrichtungen leben, sollen nach aktuellem Stand als Erste drankommen, sobald das Impfzentrum in Betrieb genommen wird.

„Wann unser Impfzentrum in Korbach seine Türen öffnen wird, steht aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest“, teilt der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese mit. Dazu bedürfe es einer weiteren Anweisung vom Land Hessen, das auch die Impfstofflieferungen organisiert. „Sicher ist aber: Sobald unser Zentrum in Waldeck-Frankenberg aufmacht, werden die über 80-Jährigen, die nicht in Einrichtungen, sondern beispielsweise noch Zuhause leben, die Allerersten sein, denen wir ein Impfangebot unterbreiten werden. Auch für mobilitätseingeschränkte Menschen werden wir Lösungen finden. Jeder der eine Impfung wünscht, wird auch eine Impfung bekommen.“

Wann das sein wird, stehe aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. „Wichtig ist aber: Über 80-Jährige müssen jetzt noch nicht selbst tätig werden – und sich auch nirgendwo anmelden oder registrieren“, so Frese weiter. „Sobald wir das Impfangebot für diese Menschen machen können, werden wir sofort und umfassend darüber informieren, wie der Weg zur Impfung ablaufen wird“, sagt der Dezernent.

Frese bittet um Verständnis, dass in der aktuellen Situation noch keine konkreteren Aussagen gemacht werden können, insbesondere dazu, wann das Impfzentrum mit welchen Impfmöglichkeiten in Betrieb gehen soll. „Auch wir warten noch auf die genauen Informationen vom Land Hessen dazu.“

Vor diesem Hintergrund bittet der Landkreis auch dringend darum, die Hotline des Fachdienstes Gesundheit des Landkreises vorerst nicht für Fragen rund um die Impf-Reihenfolge zu nutzen – sondern sie für die Menschen freizuhalten, die konkrete Fragen rund um Infektionen, Quarantäne- und Sicherheitsmaßnahmen haben.

„Ich verstehe sehr gut, dass insbesondere für viele ältere Menschen die Impfung sehr wichtig ist oder auch Angehörige sich für ihre Eltern oder Großeltern darüber informieren möchten, bitten aber an dieser Stelle noch um ein wenig Geduld, bis alle Abläufe festgelegt sind. Die Menschen im Landkreis können darauf vertrauen, dass wir umfangreich informieren, sobald alles feststeht.“

Dass überhaupt nun ein Impfstoff gegen das Coronavirus vorhanden ist und eingesetzt werden kann, ist für Landrat Dr. Reinhard Kubat „ein Meilenstein“ in der Medizin-Geschichte: „Uns steht eine Impfung zur Verfügung, mit der wir ein neues Kapitel im Kampf gegen die Pandemie aufschlagen können.“ red

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