Bundesweiter Aktionstag „Nachhaltiges (Ab-)Waschen“

Waschmittel: Die Dosis macht‘s

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Waschtag in Korbach: Jutta Schindler (rechts) und Karin Weiershäuser lassen sich von Liane Reichart (links) beraten. Foto: lb

Korbach - Weniger ist mehr: Wer wäscht, sollte auf den Verbrauch von Wasser und Spülmittel achten - wegen der Folgen für Umwelt und Haushaltskasse. Das raten die Mitglieder vom Korbacher DHB-Netzwerk Haushalt.

„Die häufigst Frage ist: Wie dosiere ich Waschmittel“, sagt Anke Erdil. Etliche Korbacher holten sich gestern zum bundesweiten Aktionstag „Nachhaltiges (Ab-)Waschen“ im Bürgerhaus Tipps zur ökologischen und ökonomischen Wäsche. Die Antwort der Experten vom Netzwerk Haushalt auf die Frage: Auf die Packungsangaben achten.

Hartes Wasser, mehr Pulver

Aus der Tabelle ist abzulesen, wieviel Waschmittel, abhängig vom Härtebereich des Wassers und dem Verschmutzungsgrad der Wäsche, in die Maschine gehört. Das Trinkwasser in der Stadt Korbach und den Ortsteilen weist übrigens - bis auf Hillershausen mit dem Härtebereich „mittel“- überall den Härtebereich „hart“ auf. Ohne zusätzlichen Wasserenthärter wird daher in der Regel etwas mehr Pulver benötigt.

Viel hilft nicht viel

Viel hilft viel, gilt nicht beim Wäsche waschen: „Viele dosieren das Waschmittel zu hoch“, sagt Vorsitzende Liane Reichart. Weiße Ränder auf der Kleidung und schlackenartige Waschmittelreste in der Dosierkammer sind die Folge. Aber auch längerfristiges Unterdosieren kann Wäsche und Maschine dauerhaft schädigen.

Apropos hartes Wasser: Kalkflecken in Bad und Küche sind bei den Hausfrauen in Korbach ebenfalls ein heißes Thema. Anke Erdil empfiehlt bewährte Hausmittel: „Zum Beispiel Zitronensäure, Natron oder Essig“, sagt sie. Das schont Umwelt und Geldbeutel. Die chemische Keule ist meist überflüssig. Auch bei Reinigungsmitteln gilt: Die Dosis macht‘s. Wer sich an die Angaben der Hersteller hält, vermeidet Überdosierung.

Von Lutz Benseler

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