Diemelsee

Wasser fließt künftig nach Plan

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- Diemelsee (nv) Wasser ist der Quell des Lebens: Für die Versorgung mit Trink- und Brauchwasser sind die Kommunen verantwortlich. Um diese in Zukunft sicherzustellen, wollen die Diemelseer bis 2022 rund vier Millionen Euro investieren.

„Der Haushalt 2012 wird ohne Defizit, mit einem kleinen Überschuss abschließen“, berichtet Bürgermeister Volker Becker bei der gemeinsamen Sitzung des Haupt- und Finanz- sowie des Bauausschusses am Montagabend in Adorf. Den Etatentwurf legt er dem Parlament am Freitagabend im Dorfgemeinschaftshaus Flechtdorf vor. Auch für die Folgejahre rechnet Becker mit einer positiven Entwicklung der Finanzlage. Die Diemelseer haben in den nächsten Jahren allerdings auch einige große Investitionen vor der Brust: Sie wollen zum Beispiel das Besucherbergwerk „Grube Christiane“ modernisieren, ein neues Feuerwehrgerätehaus in Adorf bauen sowie das „Haus des Gastes“ in Heringhausen umbauen und die Flechtdorfer Aartalstraße zusammen mit dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen ausbauen (WLZ, 7. Dezember).

Investieren müssen die Diemelseer aber zugleich in die Sicherstellung der Wasserversorgung. Um zu wissen, was künftig in Angriff genommen werden muss, ob es Alternativen zur derzeitigen Versorgung gibt, und um die Ausgaben besser planen zu können, beauftragte die Gemeinde daher das Ingenieurbüro Oppermann (Vellmar), ein Konzept zu Wasserversorgung zu erarbeiten. Mitarbeiter Michael Rempe präsentierte es den Ausschussmitgliedern erstmals am 24. November. Bei der Fortsetzung der Sitzung am Montagabend steht er noch einmal Rede und Antwort. Derzeit fördern die Diemelseer Trinkwasser aus vier Brunnen und einer Quelle.

Darüber hinaus beziehen sie Wasser von den Stadtwerken Brilon, die ebenfalls für die technische Betriebsführung verantwortlich zeichnen. Während der Untersuchungen durch das Ingenieurbüro musste der Brunnen Detmecke / Adorf jedoch im Juli 2011 wegen Trübung und Verkeimung außer Betrieb genommen werden. Nach Absprache mit den Mitarbeitern des Fachdienstes Gesundheit im Korbacher Kreishaus ist ein erneutes Anfahren nicht zu verantworten.Kern des Konzepts ist ein Zeit- und Finanzplan von 2012 bis 2022, der die maximale Versorgungssicherheit mit wirtschaftlich knappen Mitteln gewährleisten soll. Der Zehn-Jahres-Plan der Experten enthält neun nach Priorität geordnete Eckpunkte, geschätzte Kosten und eine Zeitschiene, an der sich die Diemelseer bei der Umsetzung orientieren sollten.

Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf rund vier Millionen Euro, davon entfallen rund drei Millionen auf Investitionen. Außerdem summieren sich die jährlichen Instandhaltungskosten in zehn Jahren auf eine weitere Million Euro.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Donnerstag, 8. Dezember

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