Abiturienten feiern Schulabschluss · Abistreich vorzeitig beendet

„Wasser marsch“ an der Landesschule

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Die Abiturienten tanzen vor, der Rest der Schule macht es nach: Der Flash-Mob im Rahmen des Abistreiches an der Alten Landesschule sorgte für gute Stimmung.Fotos: Tobias Treude

Korbach - Schon morgens machten die Abiturienten am Dienstag die Alte Landesschule in Korbach unsicher, der Abschluss sollte auf dem bereits gut gefüllten Schulhof stattfinden. Doch dazu kam es nicht.

Die Rock-AG hatte gerade ihr erstes Lied gespielt, die von Wasserpistolen durchnässten Schüler tanzten mit den Abiturienten einen Flash-Mob und auch die Spiele mit Lehrern standen kurz bevor: Doch bevor der Spaß im Rahmen des Abi­streichs an der Alten Landesschule zum Höhepunkt kommen sollte, unterbrach Schulleiter Robert Gassner die Veranstaltung. In den Beruflichen Schulen nebenan wurden am Vormittag mündliche Abiturprüfungen abgehalten, der Lärm könnte störend sein. So ging es für die Schüler wieder zurück in den Unterricht, die Party war vorzeitig beendet.

Für die Abiturienten ein ernüchterndes Ende des Abistreiches, der mit vielen Aktionen begann. Dass an den Beruflichen Schulen mündliche Abiprüfungen stattfinden könnten, hätte man bei der Organisation bedenken müssen, gestanden die Schüler ein. Andererseits sei der Termin auch mit der Schulleitung abgesprochen gewesen, und viele Ausweichmöglichkeiten habe es nicht gegeben. Am Montag hätte der Abistreich wegen Bauarbeiten nicht durchgeführt werden können, heute findet ein Vorlesewettbewerb in der Schule statt und morgen stehen Proben für den Abi-Ball an.

Doch bevor die Gaudi am Vormittag auf dem Schulhof ihr Ende fand, blieb ja noch genügend Zeit, die Schule auf den Kopf zu stellen. Und das gelang den Abiturienten bestens. Der Eingang zur Schule war mit Hindernissen versperrt, wer den Parcours umgehen wollte, erhielt von den mit Wasserpistolen bewaffneten Schülern eine kalte Dusche.

Der Kampf, oder je nach Sichtweise das Spiel mit dem Wasser stand auch in der großen Pause auf dem Schulhof im Mittelpunkt. Während des Unterrichts suchten die Abiturienten die Klassenräume auf und veranstalteten Spiele mit Schülern und Lehrern. Auf dem Weg zum mit Luftballons gefüllten Lehrerzimmer war der Spruch „Die Kammer des Schreckens wurde geöffnet“ zu lesen - das kann wohl jeder interpretieren wie er will.

Ab 11 Uhr stand dann das Vergnügen auf dem Schulhof im Mittelpunkt. Nachdem das Sekretariat gestürmt worden war, konnten sich die Schüler mit allen Fragen, die die Welt bewegen, an einen der Abiturienten wenden. Dieser hatte auf alles eine humorvolle Antwort und teilte diese über die Sprechanlage mit. Beim Duell Lehrer gegen Schüler im Sackhüpfen hatten die Pauker das Nachsehen. Kurz darauf war die Party dann vorbei. Für die Abiturienten ist das aber kein Beinbruch, steht doch heute die dritte von insgesamt vier Abi-Partys an. Das große Feiern geht also weiter.

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