Korbacher Altstadt

Wege für Fahrzeug schwierig: Rathausbaustelle beeinträchtigt Müllabfuhr

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Steil bergab und über Kopfsteinpflaster führt der Weg von der Kilianstraße zur Tränkestraße in Korbach. Ein beschwerlicher Weg mit einer vollen Mülltonne im Schlepptau.

Der Rathaus-Neubau hat auch Auswirkungen auf die Müllabfuhr: Anlieger der Kilianstraße im Bereich unterhalb der Treppe an der Kilianskirche mussten in den vergangenen Wochen ihre Tonnen bis in die Tränkestraße bringen – vor allem für ältere Menschen ein Problem. Eine veränderte Streckenführung bringt nun Erleichterung.

Korbach – Die Schwierigkeit: Das große Müllfahrzeug des Bauhofes könnte den Bereich der Kilianstraße derzeit nur rückwärts erreichen. Doch das ist seit 2017 in Deutschland nur noch in Ausnahmefällen und unter strengen Auflagen möglich, weil es zu viele Unfälle gegeben hat.

Die Lösung mit den Sammelpunkt sorgte jedoch für Verärgerung unter den Anliegern, die teils mehrere Tonnen über einen längere Strecke in die Tränkestraße ziehen mussten. Zwischenzeitlich dachte die Stadt sogar daran, die Mülltonnen der betroffenen Haushalte durch einen Hausmeisterservice abholen und zum Sammelpunkt in die Tränkestraße bringen zu lassen.

„Wir haben jetzt eine andere Lösung gefunden“, sagt Ralf Buchloh, Büroleiter des Bürgermeisters. Die problematische Route durch Tränkestraße, Kilianstraße, Tempel, Stechbahn und Rathausgasse wird nun in einer veränderten Streckenführung mit einem kleineren Müllfahrzeug angefahren. Für einige Haushalte gibt es weiterhin Sammelplätze, zu denen die Tonnen am Abfuhrtag gebracht werden müssen – sie liegen allerdings wesentlich dichter an den Häusern als der Sammelpunkt in der Tränkestraße.

Ein Sonderfall stellen die Gelben Säcke dar: Sie werden nicht von der städtischen Müllabfuhr, sondern vom Entsorger Stratmann abgeholt. Das Unternehmen setzt ein größeres Fahrzeug ein, das nicht durch die Gassen passt. „Mitarbeiter des Bauhofs sammeln deshalb die Säcke ein und bringen sie zu Sammelpunkten“, erklärt Buchloh. Die ersten Tonnen wurden bereits nach dem neuen Konzept abgeholt, Anwohner äußerten sich gegenüber der WLZ zufrieden mit der Lösung.

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