Stadt Korbach zieht Konsequenzen

Wegen Vandalismus: Eisensteinhäuschen am Waldecker Berg abgerissen

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Inzwischen abgerissen: Das Eisensteinhäuschen am Waldecker Berg in Korbach.

Korbach. Als Konsequenz aus wiederholten Vandalismus-Schäden hat die Stadt das Eisensteinhäuschen am Waldecker Berg abgerissen.

An der kleinen Hütte im Fachwerkstil sei es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Beschädigungen gekommen, erklärte Ordnungsamtsleiter Carsten Vahland auf WLZ-Nachfrage. Weil das Häuschen keine Funktion gehabt habe, habe die Stadt sich nun dazu entschlossen, es abzureißen.

Das Häuschen lag am Eisensteinweg, der dem Verlauf eines historischen Fuhrwegs von der Eisenerzgrube am Martenberg bei Adorf zur Bericher Hütte im Edertal bei Nieder-Werbe folgt. Bis zu zehn Wagenfuhren pro Tag wurden im 18. und 19. Jahrhundert über den Waldecker Berg zu den Bericher Hammer- und Hüttenwerken transportiert. Wagenspuren des Eisensteinweges sind dort immer noch erkennbar, die sich in den Kalkstein gegraben haben.

Die Bezeichnung der vor wenigen Wochen abgerissenen Hütte erinnerte an das ursprüngliche Eisensteinhäuschen am Waldecker Berg, einer Station zur Kontrolle der Erzfuhren. Dort wurde das Material zum Weitertransport übergeben und es wurden frische Pferde angespannt.

Vor knapp 30 Jahren wurde es unter Mitwirkung des ehemaligen Stadtarchivleiters Wilhelm Hellwig als Replik anhand alter napoleonischer Karten und alter Kupferstiche am exakt gleichem Standort in original Bauweise auf den alten Grundsteinen rekonstruiert. (lb)

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