Korbach

Wegfall der Zivis gut kompensiert

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- Korbach (ik).Insgesamt fünf junge Männer und Frauen nutzen nach Abschaffung des Zivildienstes das Nachfolgeprogramm: den Bundesfreiwilligendienst.

„Bufdis“ – werden sie schon jetzt liebevoll intern genannt. Die Rede ist von den jungen Männern und Frauen, die den neuen Bundesfreiwilligendienst absolvieren. Das Programm ist als Ersatz für den Zivildienst eingerichtet worden, der seit diesem Jahr im Zuge der Wehrdienstabschaffung ebenfalls aufgelöst wurde.

„Zu Anfang waren wir sehr skeptisch, ob überhaupt Interesse bei jungen Leuten besteht, diesen Nachfolgedienst in Anspruch zu nehmen“, so Christoph Hille, Leiter des Fachbereichs Arbeit in der Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg. Der Zivildienst sei immer ein Selbstläufer gewesen: Mit 14 jungen Männern konnte die Lebenshilfe durchschnittlich für ein Jahr rechnen. Dass sich bereits jetzt zu Beginn fünf Männer und Frauen für das Ersatzprogramm, also den Bundesfreiwilligendienst, entschieden haben, erfreut Hille sehr: „Der Übergang ist sehr positiv verlaufen, und wenn sich das Programm weiter etabliert, ist das ein Maß, mit dem wir sehr gut leben können.“

Noch gäbe es allerdings manchen Klärungsbedarf, meint Hille. Zum Beispiel sei noch kein klarer Unterschied zwischen dem neuen Konzept und bereits bestehenden Programmen wie dem Freiwilligen Sozialen Jahr erkennbar. Dennoch sieht er klar die Vorteile, die der Bundesfreiwilligendienst bietet: So werden seiner Meinung nach nicht nur die sozialen Einrichtungen von der Unterstützung der Freiwilligen profitieren. Vielmehr verschaffe ein solches Jahr vielen jungen Menschen einen ersten Eindruck vom Arbeitsleben und sei eine hervorragende Orientierungsmöglichkeit für den weiteren beruflichen Werdegang.

Mit Dennis Balk, Sabrina Bricker und Franziska Köchling sammeln drei der fünf sozial engagierten jungen Menschen schon seit ein paar Wochen Arbeitserfahrungen als „Bufdis“ in der Lebenshilfe.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Donnerstag, 1. September

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