Stammsitz Flechtdorf wird aufgegeben

Weidemann zieht ganz nach Korbach

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Soll Hauptsitz des Unternehmens und erweitert werden: Der Standort des Radladerherstellers Weidemann in Korbach.

Korbach. Weidemann will zukünftig komplett am Standort Korbach firmieren und startet nach Angaben der Stadt 2019 mit dem Bauvorhaben.

„Dazu werden in verschiedenen Stufen das Verwaltungsgebäude, ein Entwicklungszentrum, ein Testgelände und die Maschinenauslieferung neu errichtet“, teilt das Unternehmen mit Stammsitz in Diemelsee-Flechtdorf mit. Derzeit sind insgesamt 515 Mitarbeiter bei dem Landmaschinenhersteller beschäftigt.

Das Unternehmen hatte bereits 2007 die Produktion von Flechtdorf nach Korbach verlagert. Flechtdorf blieb jedoch Stammsitz für Verwaltung, Forschung und Entwicklung. Weidemann erwarb jedoch später zusätzliche Flächen östlich des Elfringhäuser Weges und zwei weitere Grundstücke in einer Gesamtgröße von vier Hektar, die für die weitere, langfristige Entwicklung des Unternehmens vorgehalten werden sollen – sprich: die Erweiterung der Produktion.

Der Landmaschinen-Hersteller plant nun in einem ersten Schritt, dort weitere Gebäude, insbesondere für die Verwaltung, Lager- und Stellplätze sowie ein Testgelände zu errichten. Die Mittel dafür habe der Wacker-Konzern in München bereits freigegeben, sagt Bürgermeister Klaus Friedrich im Bauausschuss am Dienstag. Dafür muss das Gewerbegebiet westlich des Elfringhäuser Weges um rund 3,4 Hektar auf zur Zeit landwirtschaftlich genutzten Flächen erweitert werden.

Bau- sowie Haupt- und Finanzausschuss stimmten der entsprechenden Änderung des Bebauungsplans bereits einstimmig bei je einer Enthaltung zu, die Stadtverordnetenversammlung entscheidet heute. Kritik übte Werner Welsch (Grüne) daran, dass Fotovoltaik und Dachbegrünung für die neuen Gebäude in der Satzung nicht vorgeschrieben seien.

Der Umzug des Unternehmens gehe zwar zu Lasten der Gemeinde Diemelsee, sagte Friedrich: „Aber die Arbeitsplätze bleiben in der Region.“ Für Weidemann bedeute die Expansion Zukunftssicherung, so der Korbacher Bürgermeister.

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